Nepal liegt in Südasien und grenzt im Norden an Tibet sowie im Osten, Süden und Westen an Indien. Mit rund 150.000 Quadratkilometern ist das Land etwa halb so groß wie Deutschland. Obwohl Nepal vergleichsweise klein erscheint, nimmt es rund ein Drittel des gesamten Himalaya-Bogens ein und beherbergt die höchsten Berge der Erde. Nirgendwo sonst liegen tropisches Tiefland und ewiges Eis so dicht beieinander: Auf einer Entfernung von nur etwa 200 Kilometern steigt das Land von den subtropischen Ebenen des Terai bis zum Gipfel des Mount Everest (Sagarmatha), dem höchsten Berg der Erde, an. Fast die Hälfte Nepals liegt bereits oberhalb von 3.000 Metern. Mit dem Mount Everest, dem Manaslu, dem Dhaulagiri und dem Annapurna-Massiv liegen einige der höchsten Gipfel der Welt in Nepal und prägen seit Jahrzehnten die Geschichte des Himalaya-Bergsteigens.
Nepal ist eine föderale parlamentarische Republik, seit 2015 in sieben Provinzen gegliedert, und zählt rund 29 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt Kathmandu, im gleichnamigen Tal gelegen, ist das politische und kulturelle Zentrum des Landes. Rund 100 ethnische Gruppen sprechen über 100 Sprachen und Dialekte; die Amtssprache ist Nepali. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung sind Hindus, rund 10 Prozent Buddhisten. Mit der Öffnung des Landes für internationale Expeditionen ab 1951 begann eine neue Epoche der Himalaya-Geschichte. Bereits 1953 gelang Tenzing Norgay Sherpa und Edmund Hillary die Erstbesteigung des Mount Everest — ein Meilenstein, der Nepals Rolle im weltweiten Alpinismus dauerhaft prägte.