Das Peri Himal erhebt sich im nördlichen Distrikt Manang zwischen dem Annapurna- und Manaslu-Gebiet und reicht bis an die tibetische Grenze. Vergletscherte Hochflächen, breite Hochtäler und Gipfel über 7.000 m prägen eine trockene, stark tibetisch beeinflusste Landschaft. Zu den höchsten Bergen gehören der Nemjung mit 7.140 m und der Himlung Himal mit 7.126 m. Im Vergleich zu den großen Trekkingregionen um Annapurna und Everest ist das Peri Himal deutlich weniger besucht.
Der Zugang führt häufig durch das Nar-Phu-Tal, dessen alte Dörfer auf mehr als 4.000 m Höhe liegen. Steinbauten, Klöster, Chörten und traditionelle Viehwirtschaft zeigen die engen kulturellen Verbindungen nach Tibet. Oberhalb der Siedlungen beginnt eine karge Hochgebirgslandschaft aus Moränen, Gletschern und weiten Schotterflächen. Für Expeditionsbergsteiger ist besonders der Himlung Himal interessant, der als vergleichsweise moderater Siebentausender gilt, aufgrund seiner Höhe und Vergletscherung aber eine vollwertige Expedition verlangt.
Der Himalaya schirmt das Gebiet teilweise vom Sommermonsun ab und sorgt für ein trockenes Hochgebirgsklima, das landschaftlich bereits an das tibetische Plateau erinnert. Die Nähe zur chinesischen Grenze macht Teile der Region zu einer Restricted Area mit besonderen Permit-Regeln. Gerade die Verbindung aus tibetisch geprägten Dörfern, einsamen Hochtälern und den vergletscherten Gipfeln des Peri Himal unterscheidet die Region von den stärker erschlossenen Gebieten weiter südlich.