Schutzhütte im Talschluss des Garneratals
In der Silvretta, im Talschluss des hinteren Garneratals bei Gaschurn im Montafon, liegt auf 2.193 m die Tübinger Hütte. Die Schutzhütte der Kategorie I gehört der Sektion Tübingen des Deutschen Alpenvereins (DAV). Sie gilt als „ein Stück Neckar-Alb im Montafon“.
Auf der Bergwanderung „Vom Rätikon ins Verwall“ durch das Montafon übernachten wir hier. Von der Hütte führen Wege zum Großen Seehorn (3.121 m) und zum Großlitzner (3.109 m).
Übernachten auf der Tübinger Hütte
Die Tübinger Hütte hat 122 Schlafplätze, einen Trockenraum und einen Selbstversorgerraum. Bei der Renovierung ab 2017 wurden die Sanitäranlagen erneuert, es gibt Duschen mit Warmwasser. Der Winterraum mit 12 Schlafplätzen steht ganzjährig zur Verfügung und wurde 2022 erneuert.
Zustieg zur Tübinger Hütte
Vom Parkplatz nach der Talstation der Versettlabahn in Gaschurn sind es durch das Garneratal 4 bis 5 Stunden und 1.211 Hm zur Hütte. Bis zum Maiensäß Ganeu (1.400 m, 75 Minuten) geht es durch die Garneraschlucht im Fenggatobel oder über das Fahrsträßchen. Über die Garneraalp und den Inneren Stafel (1.807 m) erreicht man den Hohlen Stein (1.890 m). Ab dort führt der Sommerweg steiler über die östliche Talseite hinauf. Bequemer ist der Weg über den Garnerabach zur Talstation der Materialseilbahn und auf markiertem Weg zur Hütte.
Gut zu wissen:
Am 19. August 1908 wurde die Hütte eingeweiht, damals für 50 Personen. Staublawinen beschädigten sie 1910 und 1928 schwer, seither schützen Lawinenanker und eine Lawinenschutzmauer. In beiden Weltkriegen war sie Stützpunkt für militärische Grenzwachen und Zollbehörden. Bis 1954 betreute sie der Österreichische Alpenverein, 1956 kam sie an die Sektion Tübingen zurück. Für deren alpine Ausbildung gibt es einen Übungsklettersteig und Boulder an den Felsblöcken um die Hütte.