Bergsteigerschule Watzmann
Berghütte SAC Sektion St. Gallen

Silvretta Hütte

2.341m 🇨🇭
46.854, 10.041 Schweiz
Betten: 69
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Schweizer Franken Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Klosters

SAC-Hütte unterhalb des Silvrettagletschers

Die Sektion St. Gallen des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) betreibt die Silvretta Hütte auf 2.341 m in der Silvretta. Ihre zwei Gebäude stehen unterhalb des Silvrettagletschers und blicken hinaus ins Prättigau. Die Hütte liegt auf Schweizer Boden, rund 1½ km von der österreichischen Grenze entfernt.

Rund 100 Tourenmöglichkeiten und Gipfelziele erreicht man von hier, darunter den Piz Buin (3.312 m) und das Verstanclahorn (3.298 m). Direkt bei der Hütte gibt es einen Klettergarten. Ab der Hütte führt außerdem der Silvretta Gletscherlehrpfad mit 15 Informationstafeln etwas über vier Kilometer weit. Ein Teil des Pfads geht über eine Blockhalde und verlangt festes Schuhwerk.

Übernachten auf der Silvretta Hütte

Die Hütte hat 69 Schlafplätze, davon 12 im Winterraum. Für den Winterraum ist eine Reservation zwingend. Bewirtschaftet ist sie von Mitte Juni bis Mitte Oktober sowie von Mitte Februar bis Anfang Mai. Den Strom erzeugt eine eigene Wasserturbine, und eine Filter- und Sprudelanlage stellt die Getränke selbst her. In der getäferten Arvenholz-Stube stehen handgeschnitzte Lehnsessel aus dem Jahr 1916.

Zustieg zur Silvretta Hütte

Talort ist Klosters. Von Klosters-Monbiel durch das Vereinatal sind es 4½ Stunden zur Hütte. Ab der Bielerhöhe führt der Weg über das Klostertal und die Rote Furka in 3½ Stunden herauf, von der Alp Sardasca in rund 2 Stunden. Den Silvrettagletscher überquert man wegen Spaltengefahr nur angeseilt. Übergänge verbinden die Hütte mit der Chamanna Tuoi, der Fergenhütte, der Jamtalhütte, der Saarbrücker Hütte, der Seetalhütte, der Tübinger Hütte und der Wiesbadener Hütte.

Gut zu wissen:

Die erste Silvrettahütte entstand 1865. Im Jahr 1887 übernahm die Sektion Davos sie von der Sektion Rätia. Wegen des schlechten Baugrunds auf der Moräne wurde sie 1890 neu errichtet. Daneben baute das Hotel Silvretta in Klosters ab 1904 ein Berghaus als hoteleigenes «Höhenlager», das im Juli 1907 eingeweiht wurde. Im Jahr 1910 gingen beide Gebäude an die Sektion St. Gallen über.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gletscher

Ochsentaler Gletscher

Der Ochsentaler Gletscher liegt am nördlichen Fuße des Piz Buin im gleichnamigen Ochsental der Silvretta. Der spaltenreiche Gletscher dient als traditioneller Anstiegsweg zum höchsten Gipfel Vorarlbergs. Seit Messbeginn ist er um 912 Meter zurückgegangen.

Gletscher

Jamtalferner

Der Jamtalferner liegt am Talschluss des Jamtales in der Silvretta und erstreckt sich über 3,31 km². Der Gletscher reicht von 3.160 m bis 2.430 m Höhe. Seine Grenze zur Schweiz verläuft an den Nährgebieten am Jamjoch.

Gipfel 3.312 m

Piz Buin

Der Piz Buin erhebt sich mit 3.312 m als höchster Berg Vorarlbergs an der österreichisch-schweizerischen Grenze in der Silvretta. Der dritthöchste Gipfel der Gebirgsgruppe bietet einen klassischen Normalweg über die Buinlücke. Die Erstbesteigung gelang 1865 durch Josef Anton Specht und Johann Jakob Weilenmann.

Gipfel 3.197 m

Dreiländerspitze

Die Dreiländerspitze erhebt sich auf 3.197 m an der Grenze zwischen Österreich und der Schweiz. Der markante Gipfel liegt im Dreiländereck von Vorarlberg, Tirol und Graubünden. Über alle Flanken führen Normalwege mit leichter Kletterei.

Gipfel 3.153 m

Hintere Jamspitze

Die Hintere Jamspitze erhebt sich auf 3.153 m über dem Jamtalferner in der Silvretta. Der Normalweg führt über Gletschergelände und Geröll zum Gipfel. Beliebtes Ziel für Skitouren und Hochtouren von der Jamtalhütte.

Sattel 3.052 m

Buinlücke

Die Buinlücke liegt auf 3.052 m zwischen dem Ochsentaler und Vermuntgletscher in der Silvretta. Der Pass bildet den strategischen Übergang zum Piz Buin und dient als Skidepot für dessen Besteigung. Von hier führt der technische Aufstieg über Felsen und Geröll zum Gipfel.

Sattel

Jamjoch

Das Jamjoch liegt am Jamtalferner zwischen der Vorderen und Hinteren Jamspitze. Der Pass verbindet das österreichische Jamtal mit dem schweizerischen Val Tuoi. Als wichtiger Übergang ermöglicht er den Zugang zu beiden Dreitausendern.

Sattel 2.037 m

Bielerhöhe

Die Bielerhöhe verbindet auf 2.037 m das Vorarlberger Montafon mit dem Tiroler Paznaun. Der Pass liegt an der Wasserscheide zwischen Rhein und Donau direkt am Silvretta-Stausee. Die Silvretta-Hochalpenstraße erreicht hier ihren höchsten anfahrbaren Punkt.

Gletscher

Vermuntgletscher

Der Vermuntgletscher liegt in der Silvretta zwischen Dreiländerspitze und Wiesbadener Hütte. Er dient als klassische Abstiegsroute bei Ski- und Hochtouren. Die Gletscherabfahrt führt direkt zur Wiesbadener Hütte auf 2.443 m.

Sonstige

Ischgl

Ischgl liegt auf 1.377 m im Paznaun zwischen Silvretta und Verwall. Der ehemalige Bergbauernort entwickelte sich zum international bekannten Skizentrum mit der Silvretta Arena. Die Gemeinde dient als Ausgangspunkt für Skitouren zur Heidelberger Hütte und in die umliegenden Gipfelregionen.

Sonstige

Galtür

Galtür liegt auf 1.584 m im hinteren Paznaun zwischen Silvretta und Verwallgruppe. Der Bergsteiger- und Skitourenort gilt als Tor zur Silvretta mit Zugang zur Jamtalhütte. Seit 1997 ist Galtür offiziell anerkannter Luftkurort Tirols.

Gipfel 3.244 m

Silvrettahorn

Das Silvrettahorn erhebt sich auf 3.244 m an der Grenze zwischen Österreich und der Schweiz. Der vergletscherte Gipfel der Silvrettagruppe wurde 1865 von Jules Jacot erstbestiegen. Vom Gipfel reicht die Aussicht bis zum Monte Rosa und den Berner Alpen.