Berghütte am Silvretta-Stausee im Großvermunt
Die illwerke vkw betreiben das Madlenerhaus, eine Berghütte auf 1.986 m Höhe in der Silvretta in Österreich. Sie liegt etwas unterhalb der Bielerhöhe, westlich der Staumauer des Silvretta-Stausees im Großvermunt. Zwischen der Hütte und der Staumauer erstreckt sich heute das Silvrettadorf, eine ehemalige Bausiedlung der Vorarlberger Illwerke. Talort ist Galtür im Paznauntal.
Auf der Bergwanderung „Vom Rätikon ins Verwall“ im Montafon übernachten wir hier. Im Winter 1925/26 war Ernest Hemingway mit seinem Schrunser Skilehrer Lent mehrfach zu Gast, und in seinem Werk „Schnee auf dem Kilimandscharo“ wird die Hütte erwähnt.
Zustieg zum Madlenerhaus
Ohne Auto geht es mit der Montafonerbahn von Bludenz nach Schruns. Von dort fährt der Postbus Linie 85 bis zur Haltestelle Madlenerhaus, eine Station vor der Endstation Bielerhöhe. Danach sind es etwa fünf Minuten zu Fuß.
Im Sommer erreicht man die Hütte mit dem Auto über die mautpflichtige Silvretta-Hochalpenstraße aus dem Montafon oder dem Paznauntal. Im Winter bringen ab Partenen die Vermuntbahn und Kleinbusse durch zwei Stollen Gäste herauf. Ab Galtür nehmen Schneetaxis oder Pistenraupen gegen Gebühr mit. Bei geeigneten Verhältnissen ist von beiden Orten auch der Aufstieg mit Ski möglich. Ein Übergang verbindet die Hütte mit der Silvrettahütte der Vorarlberger Naturfreunde.
Gut zu wissen:
1882 begann die Sektion Vorarlberg des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins mit dem Bau der Vermunthütte. Nach dem Tod von Andreas Madlener wurde sie am 24. August 1884 unter seinem Namen eröffnet. Von 1906 bis 2012 betrieb die Sektion Wiesbaden die Hütte. Ein Großbrand am 31. Oktober 2001 zerstörte zwei Drittel der Hütte, im Juni 2003 öffnete sie wieder. Beim Wiederaufbau entstand ein Querbau mit den Sanitärräumen. Seit 2013 gehört sie den Vorarlberger Illwerken, die sie mehrere Jahre als Baustellenunterkunft nutzten. Seit Juni 2019 nimmt sie nach Fertigstellung des Pumpspeicherwerks Obervermunt II wieder Gäste auf.