Bergsteigerschule Watzmann
Berghütte C.A.I. sezione di Milano

Rifugio Casati

3.269m 🇮🇹
46.463, 10.603 Italien
Betten: 180
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Santa Caterina di Valfurva, Sulden, Val Martello

Schutzhütte am Langenfernerjoch unter dem Cevedale

Auf 3.269 m, am Langenfernerjoch zwischen dem Valfurva und dem Martelltal, liegt im Hauptkamm der Ortler-Alpen das Rifugio Casati. Bekannt ist es auch als Rifugio Gianni Casati oder Casatihütte. Betreiber ist die Sektion Mailand des Club Alpino Italiano (CAI). Die italienische Schutzhütte im Ortlergebiet gehört zum Nationalpark Stilfserjoch und steht nahe der Grenze zu Südtirol.

Das Rifugio Casati am Cevedale ist Ausgangspunkt für Hochtouren und Skitouren. Zum Monte Cevedale (3.769 m) sind es 2 Stunden, zu den Zufallspitzen (Vordere 3.700 m, Hintere 3.757 m) 2½ Stunden und zur Königspitze (3.851 m) 3½ bis 4 Stunden. Die Suldenspitze (3.376 m) erreicht man in 15 Minuten, die Cima Tre Cannoni (3.310 m) in 30 Minuten.

Übernachten auf dem Rifugio Casati

Die Casatihütte hat 180 Schlafplätze. Seit der Modernisierung 2003 gibt es fließendes Warmwasser. Zur Hütte gehört eine künstliche Kletteranlage. Versorgt wird sie über eine Materialseilbahn, deren Talstation nahe dem Rifugio Pizzini liegt. Als Not- und Winterlager dient nur noch das Rifugio Guasti, wenige Meter oberhalb auf 3.270 m.

Zustieg zum Rifugio Casati

Der Hauptzustieg führt von Santa Caterina di Valfurva über das Rifugio Pizzini (2.706 m) zur Hütte. Von Sulden geht es mit der Suldenbahn über die Schaubachhütte (2.581 m) und den Suldenferner in etwa 2,5 Stunden hinauf. Von Martell führt der Weg über den Langenferner. Übergänge bestehen zum Rifugio Pizzini Frattola, zur Schaubachhütte, zur Marteller Hütte und zur Zufallhütte.

Gut zu wissen:

Am 9. Dezember 1923 wurde die Hütte eingeweiht. Sie trägt den Namen des Offiziers Gianni Casati, der 1916 in Gorizia gefallen war. Beim Bau wurde Material der im Gebirgskrieg zerstörten Halleschen Hütte verwendet. Rund 20 Minuten von der Hütte entfernt erinnern 3 Kanonen als Mahnmal an den Ersten Weltkrieg.

Derzeit ist die Casati-Hütte geschlossen. Weil der Permafrostboden auftaut, ist das Gebäude in Bewegung geraten und nicht mehr stabil. Im Winter 2021 beschloss der CAI Milano deshalb den Abbruch und den Neubau an anderer Stelle.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.769 m

Monte Cevedale

Der Monte Cevedale erhebt sich auf 3.769 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Alto Adige. Als dritthöchster Gipfel der Ortler-Alpen bildet er einen wichtigen orographischen Knotenpunkt zwischen vier Tälern. Der Normalweg führt vom Rifugio Casati über den Gletscher zum Gipfel.

Dorf 1.906 m

Sulden

Sulden liegt auf 1.906 m im inneren Suldental und gilt als wichtigstes Basecamp für den Ortler. Das Bergdorf mit 400 Einwohnern bietet direkten Zugang zu den höchsten Gipfeln der Ortlergruppe. Vier Seilbahnen erschließen das Skigebiet zwischen 1.900 und 3.250 m.

Gipfel 3.905 m

Ortler

Der Ortler erhebt sich mit 3.905 m als höchste Erhebung Südtirols und der Ortler-Alpen. Der größtenteils aus Hauptdolomit aufgebaute, stark vergletscherte Berg gilt als bedeutendstes Gipfelziel der Ostalpen. Seine Erstbesteigung 1804 zählt zu den wichtigsten alpinistischen Ereignissen jener Zeit.

Gipfel 3.376 m

Suldenspitze

Die Suldenspitze erhebt sich mit 3.376 m im Hauptkamm der Ortler-Alpen an der Grenze zwischen Südtirol und der Lombardei. Der vergletscherte Gipfel liegt strategisch zwischen Suldental, Val Cedec und Martelltal. Als beliebtes Skitourenziel und Übergangsstation zwischen den Schutzhütten gilt er als technisch wenig anspruchsvoll.

Gletscher

Suldenferner

Der Suldenferner erstreckt sich mit 5,7 km² an den Ostflanken von Ortler, Monte Zebrù und Königspitze. Der stark schuttbedeckte Gletscher reicht bis unter 2.500 m hinab und liegt im Nationalpark Stilfserjoch.

Gletscher

Rosimferner

Der Rosimferner liegt zwischen Italien und der Schweiz im Ortlergebiet. Der Gletscher bildet den Zugang zum Rosimjoch und zur Vertainspitze. Über seine Firnfelder führt eine klassische Skitourenroute mit 1.700 Höhenmetern Abstieg.

Gipfel 3.678 m

Punta San Matteo

Die Punta San Matteo erhebt sich auf 3.678 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Südtirol. Der vergletscherte Gipfel gehört zur Cevedale-Pizzo Tresero Kette und gilt als einer der schönsten Skiberge der Region. Vom Gipfel entspringt ein Teil des Fornigletschers.

Gipfel 3.594 m

Pizzo Tresero

Der Pizzo Tresero erhebt sich auf 3.594 m im Ortlergebiet der Lombardei. Der Gipfel bildet den südöstlichen Abschluss der Kette der 13 Gipfel, die den Fornigletscher umrahmt. Die Nordwand gilt als eine der anspruchsvollsten der Region.

Gipfel 2.968 m

Piz Daint

Der Piz Daint (2.968 m) erhebt sich in der Umbrailgruppe westlich des Münstertals in Graubünden. Der Berg bildet die Wasserscheide zwischen dem nach Norden zum Inn entwässernden Val Mora und dem südwärts zur Etsch fließenden Val Müstair. Seine markante Gipfelpyramide macht ihn zu einem beliebten Skitourenziel.

Gipfel 3.276 m

Cima San Giacomo

Die Cima San Giacomo erhebt sich auf 3.276 m im Ortlergebiet an der italienisch-schweizerischen Grenze. Der Gipfel liegt in der Fornigruppe zwischen Punta San Matteo und Brancahütte. Die Nordrinnen bieten pulvrige Abfahrten für erfahrene Skitourengeher.

Gipfel 2.951 m

Piz Dora

Der Piz Dora erhebt sich auf 2.951 m zwischen Val Müstair und Val Mora im Kanton Graubünden. Der Berg gehört zur Umbrailgruppe und wird den Ortler-Alpen zugerechnet. Der Name wandelte sich von Piz d'Ora (Äußerer Gipfel) zum heutigen Piz Dora.

Gletscher

Schranferner

Der Schranferner liegt an den Veneziaspitzen in der Ortlergruppe im Martelltal. Der Gletscher dient als Aufstiegsroute zur Östlichen Veneziaspitze und führt durch teilweise spaltiges Gletschergelände. Unterhalb der Gletscherzunge befinden sich malerische Bergseen.