Bergsteigerschule Watzmann
Berghütte

Similaunhütte

3.019m 🇮🇹
46.772, 10.855 Italien
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Vent, Vernagt

Hochalpine Hütte am Niederjoch im Schnalskamm

Am Niederjoch im Schnalskamm der Ötztaler Alpen, an der Grenze zwischen Tirol und Südtirol, liegt auf 3.019 m die Similaunhütte. Sie steht unweit der Grenze auf italienischem Gebiet im Naturpark Texelgruppe. Betrieben wird sie von der D. Pirpamer Markus GmbH: eine private Hütte, die wie eine Alpenvereinshütte geführt wird.

Auf den „Hochtouren Dreitausender im Ötztal“ übernachten wir hier. Von der Similaunhütte aus geht es auf den Similaun (3.597 m), die Fineilspitze (3.516 m) und den Hauslabkogel (3.403 m). Die Schwierigkeit der fünftägigen Tour ist als leicht eingestuft.

Übernachten auf der Similaunhütte

Die Vorgängerin der heutigen Hütte hatte zehn Schlafplätze und wurde 1906 erweitert. Im Sommer 2013 wurde die heutige Hütte wesentlich erweitert. Zwischen den Weltkriegen kam eine Zentralheizung hinzu.

Zustieg zur Similaunhütte

Von Vent im Ötztal sind es 4½ Stunden zur Hütte. Der markierte Weg kommt von Norden an der Martin-Busch-Hütte vorbei und folgt der nordwestlichen Seitenmoräne des Niederjochferners. Ab der Martin-Busch-Hütte ist auch ein direkter Weg im Verlauf des ehemaligen Gletschers möglich.

Von Süden führt ein markierter Anstieg ab Vernagt im Schnalstal in 4 Stunden herauf. Die Rucksäcke kann dabei die Materialseilbahn übernehmen. Übergänge verbinden die Hütte in jeweils 4 Stunden mit dem Hochjochhospiz im Rofental und mit der Schöne-Aussicht-Hütte am Hochjoch.

Gut zu wissen:

Gebaut hat die Similaunhütte 1899 Serafin Gurschler, Wirt aus Kurzras, der auch die erste Schöne-Aussicht-Hütte errichtet hatte. 1912 übernahm Alois Platzgummer die Hütte, und sein gleichnamiger Sohn baute 1956 die Materialseilbahn. Von 1966 bis 1967 war die Hütte wegen der Unruhen und Sprengstoffanschläge in Südtirol beschlagnahmt und vom Militär besetzt. Seit 1970 ist sie wieder bewirtschaftet.

Anfang Juni werden über das Niederjoch an der Hütte vorbei Schafe vom Schnalstal ins Ötztal getrieben. Mitte September kehren sie auf demselben Weg zurück.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gletscher

Taschachferner

Der Taschachferner liegt nördlich der Wildspitze in den Ötztaler Alpen und besteht aus einem östlichen und westlichen Teil. Seit 1970 zog sich die Gletscherzunge um über 250 m zurück. Am Zungenende bildete sich seit 2003 ein Gletschersee.

Gipfel 3.768 m

Wildspitze

Die Wildspitze erhebt sich mit 3.768 m als höchster Berg Nordtirols und der Ötztaler Alpen. Nach dem Großglockner bildet sie den zweithöchsten Gipfel Österreichs. Der markante Doppelgipfel thront zwischen Pitztal und Venter Tal.

Stadt

Meran

Meran liegt im Burggrafenamt zwischen Vinschgau, Passeiertal und Etschtal am Fuße der Texelgruppe. Die Kurstadt war bis 1420 Hauptstadt der Grafschaft Tirol und entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert zum internationalen Kurort. Heute ist sie nach Bozen die zweitwichtigste Stadt Südtirols.

Dorf

Vent

Vent liegt auf 1.895 m am Ende des Venter Tales unterhalb der Wildspitze. Das Bergsteigerdorf des ÖAV gilt als Wiege des Alpinismus in Tirol. Hier wirkte Franz Senn, Mitgründer des Deutschen Alpenvereins.

Seilbahn 2.011 m

Gletscherbahn

Die Gletscherbahn auf 2.011 m erschließt das Pitztaler Gletscherskigebiet und dient als Ausgangspunkt für Skihochtouren. Sie ermöglicht den direkten Zugang zum Mittelbergjoch und den umliegenden Gletschern. Als Liftunterstützung verkürzt sie den Anstieg zu hochalpinen Zielen erheblich.

Sattel 3.414 m

Brochkogeljoch

Das Brochkogeljoch liegt auf 3.414 m zwischen Vernagtferner und Taschachferner in den Ötztaler Alpen. Der Pass verbindet als Schlüsselstelle die beiden großen Gletschersysteme. Von hier führt der Anstieg zur Wildspitze, dem höchsten Berg Tirols.

Sattel 3.166 m

Mittelbergjoch

Das Mittelbergjoch liegt auf 3.166 m zwischen Österreich und Italien in den Ötztaler Alpen. Der vergletscherte Sattel dient als strategischer Durchgangspunkt zum Taschachferner und zur Wildspitze. Über eine Gletscherbahn ist der Pass direkt erreichbar.

Sattel 2.590 m

Spronserjoch

Das Spronserjoch auf 2.590 m verbindet die Ötztaler Alpen mit der Texelgruppe zwischen Pfelders und dem Meraner Raum. Der seit alters her genutzte Übergang führt zur seenreichen Spronser Seen Platte im Naturpark Texelgruppe.

Gipfel 3.475 m

Hinterer Seelenkogel

Der Hinterer Seelenkogel erhebt sich mit 3.475 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel gilt als aussichtsreicher Dreitausender mit Panoramablick von den Hohen Tauern bis zur Bernina. Die Besteigung erfolgt meist als Skitour von der Langtalereckhütte.

Sattel 3.375 m

Schalfkogeljoch

Das Schalfkogeljoch liegt auf 3.375 m in den Ötztaler Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Pass verbindet das Niedertal bei Vent mit dem Gurgler Ferner bei Obergurgl. Das Joch bildet einen zentralen Übergangspunkt für anspruchsvolle Skitouren und die klassische Ötztaler Skidurchquerung.

Gipfel 3.514 m

Finailspitze

Die Finailspitze erhebt sich auf 3.514 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel liegt in der Bergkette zwischen Weißkugel und Similaun. Von hier reicht der Blick über die vergletscherten Hauptkämme der Ötztaler Alpen.

Gipfel 3.597 m

Similaun

Der Similaun erhebt sich auf 3.597 m im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien. Der Gipfel wurde 1834 erstbestiegen und erlangte durch die Entdeckung der Ötzi-Mumie 1991 Weltberühmtheit. Die Normalroute führt von der Similaunhütte über den Westgrat zum Gipfel.

Reisen mit Similaunhütte