Denkmalgeschützte DAV-Hütte im hintersten Rofental
Auf 2.413 m, im hintersten Rofental am Südosthang der Guslarspitzen, liegt das Hochjoch Hospiz. Die Schutzhütte im Weißkamm der Ötztaler Alpen gehört der Sektion Berlin des Deutschen Alpenvereins (DAV) und steht unter Denkmalschutz. Für die Überquerung des Hochjochs ist das Hochjoch Hospiz ein Stützpunkt. Etwa 100 Höhenmeter unterhalb liegt die Rofenbergalm.
Bei den „Hochtouren Dreitausender im Ötztal“ und der Skidurchquerung „Venter Runde“ übernachten wir hier. Gipfelziele ab der Hütte sind unter anderem die Guslarspitzen (3.147 m) in 2 Stunden, die Kreuzspitze (3.455 m) in 4 Stunden und die Fineilspitze (3.514 m) in 4 bis 5 Stunden.
Übernachten auf dem Hochjoch Hospiz
Die Hütte hat 86 Schlafplätze, dazu Duschen und Waschräume. Seit Anfang der 1970er-Jahre versorgt ein Hubschrauber die Hütte, davor trugen Saumtiere die Lasten herauf.
Zustieg zum Hochjoch Hospiz
Von Vent sind es 2½ Stunden zur Hütte. Der Weitwanderweg Nr. 902, der Cyprian-Granbichler-Weg, führt an den Rofenhöfen und an der Abzweigung zur Vernagthütte vorbei.
Übergänge verbinden die Hütte mit der Vernagthütte (ca. 2 Stunden), dem Wirtshaus Schöne Aussicht (ca. 2,5 Stunden) und über den Delorette-Weg mit dem Brandenburger Haus (ca. 3,5 Stunden). Zur Breslauer Hütte sind es etwa 4,5 Stunden, zur Similaunhütte 5 bis 6 Stunden und zur Martin-Busch-Hütte etwa 6 Stunden.
Gut zu wissen:
Auf Anregung von Franz Senn entstand von 1869 bis 1872 die erste Hütte auf 2.450 m, gegenüber dem heutigen Standort am Saumweg zum Hochjoch. Auf diesem Weg kam im November 1868 Senns Gefährte Cyprian Granbichler nach einem Schneesturm ums Leben. Ein Denkmal erinnert an seinem Sterbeort an ihn.
Im Ersten Weltkrieg wurde die alte Hütte geplündert, später machten Hangdruck und Lawinen sie unbenutzbar. 1927 wurde das neue Hochjoch Hospiz auf der anderen Talseite der Rofenache eröffnet. Von 2002 bis 2004 wurde es grundlegend saniert, 2022 erhielt es das Umweltgütesiegel für Alpenvereinshütten.