Würzburger Haus im Weißkamm der Ötztaler Alpen
Die Vernagthütte, auch Würzburger Haus genannt, liegt auf einer Höhe von 2.755 m im hinteren Rofental, im Weißkamm der Ötztaler Alpen. Betrieben wird sie von der Sektion Würzburg des Deutschen Alpenvereins (DAV). Sie erhebt sich unterhalb von Guslar- und Vernagtferner, etwas oberhalb der Seitenmoränen an deren früherem Zusammenfluss. Damit liegt sie etwas höher als der historische Gletscherhöchststand Mitte des 19. Jahrhunderts.
Für Hochtouren, Skitouren und Skidurchquerungen übernachten wir hier, darunter bei den „Hochtouren Dreitausender im Ötztal“ und auf der „Venter Runde“. Gipfelziele rund um die Hütte sind die Wildspitze (3.774 m), der Hintere Brochkogel (3.635 m) und der Fluchtkogel (3.497 m). Der Fluchtkogel ist eine leichte Hochtour von etwa 3 Stunden.
Übernachten auf der Vernagthütte
Die Hütte hat 119 Schlafplätze, Duschen, Waschräume und einen Trockenraum. Strom liefern eine Photovoltaikanlage und ein Blockheizkraftwerk mit Biodiesel. Eine 1.475 m lange Materialseilbahn hat ihre Talstation bei der Rofenalm (2.096 m). Das Gebäude des Winterraums wurde im August 2024 abgerissen und lawinensicher neu errichtet. Dort gibt es 12 Schlafplätze.
Zustieg zur Vernagthütte
Von Vent sind es etwa 4 Stunden auf dem Weitwanderweg Nr. 920 über die Rofenhöfe und die Rofenalm. Ab den Rofenhöfen (2.011 m) sind es 744 Höhenmeter bis zur Hütte.
Auf Weg 919, dem Seuffertweg, erreicht man die Breslauer Hütte (2.840 m) in etwa 3 Stunden. Zum Hochjoch-Hospiz (2.413 m) führt ebenfalls Weg 919. Als Hochtouren gelten die Übergänge über das Guslarjoch zum Brandenburger Haus (3.277 m), über das Taschachjoch zum Taschachhaus (2.434 m) und über das Gepatschjoch zur Rauhekopfhütte (2.731 m).
Gut zu wissen:
Erbaut wurde die Hütte 1901. Erweiterungen folgten 1932, 1976 und 1984. Im Jahr 1954 beschädigte eine Lawine vom Hintergrasl das Gebäude. 2008 entstand der Eingangsbereich neu in Holzbauweise. 2015 wurden Blockheizkraftwerk, Photovoltaik und Fassadenschindeln erneuert. Seit März 2024 wird das Hauptgebäude umfassend saniert, der Abschluss ist bis Ende 2025 geplant.