DAV-Schutzhütte am Lechtaler Höhenweg in Tirol
Auf 2.310 m, im Bundesland Tirol knapp an der Grenze zu Vorarlberg, liegt die Stuttgarter Hütte, eine Schutzhütte des Deutschen Alpenvereins (DAV). Betreiberin ist die DAV Sektion Schwaben. In den Lechtaler Alpen steht sie etwas südlich des Krabachjochs, direkt am Lechtaler Höhenweg. Die Hütte trägt das Umweltgütesiegel des Alpenvereins.
Auf der Tour „Wandern auf dem Lechtaler Höhenweg“ übernachten wir hier. Gipfel bis 2.809 m umgeben die Hütte. Zum Trittwangkopf (2.482 m) braucht man eine halbe Stunde, zur Erlispitze (2.634 m) über den Nordwestgrat im Grad I+ eine Stunde. Auf einem markierten Steig mit seilversicherten Schrofen erreicht man die Valluga (2.809 m) in 3 Stunden. Weitere Ziele sind Fanggekarspitze, Roggspitze und Trittkopf.
Übernachten auf der Stuttgarter Hütte
Die Stuttgarter Hütte hat 36 Schlafplätze und einen Winterraum. Seit 1962 versorgt eine Materialseilbahn von der Zürser Trittalp die Hütte.
Zustieg zur Stuttgarter Hütte
Von Lech fährt man mit der Seilbahn auf den Rüfikopf. Von dort führt ein markierter Steig durch das Ochsengümple und über die Rauhekopfscharte in 2 Stunden zur Hütte. Ebenso lange dauert der A.-Endress-Weg ab Zürs mit 610 Höhenmetern. Länger sind die Wege von Lech über das Wösterjoch mit 4½ Stunden und von Steeg durch das Krabachtal mit 5 Stunden.
Zur Ulmer Hütte führen zwei Übergänge. Über die Vallugaschulter und das Valfagehrjoch sind es etwa 3½ Stunden über seilversicherte Schrofen, über die Trittscharte 3 Stunden. Im Spätsommer und Herbst ist die Trittscharte ohne Steigeisen sehr problematisch, weil der Pazielferner dann blank vereist ist. Unterhalb der Trittscharte hat der Gletscherrückgang zudem einen instabilen Blockhang freigelegt. Über das Erlijoch und den Stapfetobel geht es zur Leutkircher Hütte. Der Übergang zur Ravensburger Hütte verläuft über Zürs und das Madlochjoch und dauert 4 Stunden.
Gut zu wissen:
Die erste Hütte von 1910 wurde 1931 wegen Baufälligkeit abgerissen. 1936 weihte die Sektion die zweite Stuttgarter Hütte ein, 1964 kam eine weitere Gaststube hinzu. Am 26. und 27. Februar 1990 zerstörte der Sturm Wibke das Dach des Gastraums und den Kamin. Danach drangen Schneemassen ins Innere ein und verursachten Schimmelbefall.