DAV-Schutzhütte oberhalb des Spullersees in Vorarlberg
Die Sektion Ravensburg des Deutschen Alpenvereins (DAV) betreibt die Ravensburger Hütte auf 1.948 m im Lechquellengebirge. Die Schutzhütte gehört zur Gemeinde Dalaas in Österreich und liegt oberhalb des Spullersees (1.827 m) am Fuß des Spuller-Schafbergs (2.679 m). Gleich hinter der Hütte ragt die Luggiwand auf, der erste von mehreren Kletterfelsen in der Umgebung.
Auf der viertägigen Bergwanderung „Die Lechquellenrunde“, auch Lechquellrunde genannt, übernachten wir hier. Kletterer gehen ins Gebiet Bellavista mit Routen für Kinder, in den Klettergarten Spullerplatten, an die Nordkante und Westwand der Roggalspitze oder an den bis zu 250 m hohen Nordwestpfeiler des Spuller-Schafbergs. Ein weiteres Ziel ist der Ostgrat der Plattnitzerjochspitze mit seinen sechs Türmchen.
Übernachten auf der Ravensburger Hütte
Die Hütte hat 117 Schlafplätze und wird mit Bedienung bewirtschaftet. Im Anbau von 2008/09 gibt es einen Seminarraum und eine Kletterwand. Den Winterraum hat die Jungmannschaft im Keller des Baus von 1912 eingerichtet. Seit 1988/89 arbeitet eine Abwasserreinigungsanlage. Versorgt wird die Hütte über einen Güterweg und eine Materialseilbahn ab dem Spullersee.
Zustieg zur Ravensburger Hütte
Von Zug führt der ausgeschilderte Weg über das Stierlochjoch (2.010 m) in 1½ bis 2 Stunden zur Hütte, anfangs steil, später flacher. Von Klösterle, vom Bahnhof Langen am Arlberg oder von Wald am Arlberg sind es über den Spullersee etwa 2½ bis 3 Stunden. Ab der Nordstaumauer des Spullersees, die über eine Mautstraße ab Lech und mit dem Linienbus erreichbar ist, dauert der Wanderweg etwa 45 Minuten.
Zur Freiburger Hütte geht es über den Gehrengrat (2.439 m) oder durchs Tal am Formarinsee vorbei, jeweils in 3½ bis 4 Stunden. Weitere Übergänge führen zur Göppinger Hütte sowie über das Madlochjoch und Zürs zur Stuttgarter Hütte und zur Ulmer Hütte.
Gut zu wissen:
Eröffnet wurde die Steinhütte am 19. August 1912 nach 3½ Monaten Bauzeit. 1945 beschlagnahmte sie die französische Besatzungsmacht, ab 1956 gehörte sie wieder der neugegründeten Sektion Ravensburg. Erweiterungen folgten 1958/59 und 1974/76.