DAV-Schutzhütte auf dem Gamsboden im Lechquellengebirge
Zwischen oberem Lechtal und Großem Walsertal, am Südostrand des Gamsbodens und nordöstlich des Johanneskopfes, liegt auf 2.245 m die Göppinger Hütte. Betrieben wird die Schutzhütte der Kategorie I im österreichischen Lechquellengebirge von der Sektion Hohenstaufen-Göppingen des Deutschen Alpenvereins (DAV). Rund um das Karstplateau ragen die Braunarlspitze (2.649 m) und die Hochlichtspitze (2.600 m) auf.
Auf der viertägigen Bergwanderung „Die Lechquellenrunde“ übernachten wir hier. Zur Hochlichtspitze ist man von der Hütte gut 1 Stunde unterwegs, zur Braunarlspitze 2½ Stunden und zum Östlichen Johanneskopf (2.508 m) etwa 45 Minuten.
Übernachten auf der Göppinger Hütte
Die Göppinger Hütte hat 87 Schlafplätze, der Winterraum weitere 12. Im Karstgebiet ist die Wasserversorgung eingeschränkt, besonders in trockenen Sommern. Trinkwasser muss mitgebracht werden, das UV-behandelte Wasser dient nur zum Waschen. Strom liefern Solarpaneele und ein Dieselaggregat.
Zustieg zur Göppinger Hütte
Die Wanderung zur Göppinger Hütte beginnt meist in Lech. Von dort geht es über den Ort Zug mit dem Auto oder dem Bus bis zum Unteren Älple, anschließend steigt man in etwa 2 Stunden über den Südhang auf. Von Schröcken (1.269 m) führt ein Weg über den Butzensee und den Theodor-Prassler-Weg zur Hütte. Eine Alternative verläuft über das Fürkele (2.145 m), den Weimarer Steig und die Braunarlspitze. Von Sonntag kommt man über die Metzgertobel-Alpe, ab der Alpe geht man 3,5 Stunden. Die ehemalige Mautstraße zur Alpe ist für den allgemeinen Verkehr gesperrt, mit dem eigenen Auto kommt man nur bis Buchboden.
Der Übergang zur Biberacher Hütte dauert etwa 3 Stunden, der zur Freiburger Hütte über das Obere Johannesjoch 3½ bis 4 Stunden. Nach Oberlech führt der Theodor-Prassler-Weg über die rund 2.400 m hohe Butzenschulter.
Gut zu wissen:
Die Hütte wurde 1913 erbaut und von 2007 bis 2013 umfassend renoviert. Versorgt wird sie über eine 2,5 km lange Materialseilbahn, schwere Lasten bringt ein Hubschrauber. Ein Propellerdenkmal nahe der Hütte erinnert an einen Bomber der Royal Air Force. Er sollte in der Nacht auf den 17. August 1940 die Messerschmitt-Werke in Augsburg angreifen und zerschellte im Nebel an der Hochlichtspitze.