Bergsteigerschule Watzmann
Berghütte DAV

Göppinger Hütte

2.245m 🇦🇹
47.215, 10.046 Österreich
Betten: 87
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Zug

DAV-Schutzhütte auf dem Gamsboden im Lechquellengebirge

Zwischen oberem Lechtal und Großem Walsertal, am Südostrand des Gamsbodens und nordöstlich des Johanneskopfes, liegt auf 2.245 m die Göppinger Hütte. Betrieben wird die Schutzhütte der Kategorie I im österreichischen Lechquellengebirge von der Sektion Hohenstaufen-Göppingen des Deutschen Alpenvereins (DAV). Rund um das Karstplateau ragen die Braunarlspitze (2.649 m) und die Hochlichtspitze (2.600 m) auf.

Auf der viertägigen Bergwanderung „Die Lechquellenrunde“ übernachten wir hier. Zur Hochlichtspitze ist man von der Hütte gut 1 Stunde unterwegs, zur Braunarlspitze 2½ Stunden und zum Östlichen Johanneskopf (2.508 m) etwa 45 Minuten.

Übernachten auf der Göppinger Hütte

Die Göppinger Hütte hat 87 Schlafplätze, der Winterraum weitere 12. Im Karstgebiet ist die Wasserversorgung eingeschränkt, besonders in trockenen Sommern. Trinkwasser muss mitgebracht werden, das UV-behandelte Wasser dient nur zum Waschen. Strom liefern Solarpaneele und ein Dieselaggregat.

Zustieg zur Göppinger Hütte

Die Wanderung zur Göppinger Hütte beginnt meist in Lech. Von dort geht es über den Ort Zug mit dem Auto oder dem Bus bis zum Unteren Älple, anschließend steigt man in etwa 2 Stunden über den Südhang auf. Von Schröcken (1.269 m) führt ein Weg über den Butzensee und den Theodor-Prassler-Weg zur Hütte. Eine Alternative verläuft über das Fürkele (2.145 m), den Weimarer Steig und die Braunarlspitze. Von Sonntag kommt man über die Metzgertobel-Alpe, ab der Alpe geht man 3,5 Stunden. Die ehemalige Mautstraße zur Alpe ist für den allgemeinen Verkehr gesperrt, mit dem eigenen Auto kommt man nur bis Buchboden.

Der Übergang zur Biberacher Hütte dauert etwa 3 Stunden, der zur Freiburger Hütte über das Obere Johannesjoch 3½ bis 4 Stunden. Nach Oberlech führt der Theodor-Prassler-Weg über die rund 2.400 m hohe Butzenschulter.

Gut zu wissen:

Die Hütte wurde 1913 erbaut und von 2007 bis 2013 umfassend renoviert. Versorgt wird sie über eine 2,5 km lange Materialseilbahn, schwere Lasten bringt ein Hubschrauber. Ein Propellerdenkmal nahe der Hütte erinnert an einen Bomber der Royal Air Force. Er sollte in der Nacht auf den 17. August 1940 die Messerschmitt-Werke in Augsburg angreifen und zerschellte im Nebel an der Hochlichtspitze.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Dorf 1.444 m

Lech

Lech am Arlberg liegt auf 1.444 m Höhe im Lechquellengebirge und ist ein traditionsreiches Walserdorf aus dem 13. Jahrhundert. Der Ort gilt als exklusives Wintersportzentrum am Arlberg und wichtiger Ausgangspunkt für Bergtouren ins Lechquellengebirge.

Sattel 2.009 m

Stierlochjoch

Das Stierlochjoch liegt auf 2.009 m im Lechquellengebirge und verbindet das Lechtal mit dem Spullersee-Gebiet. Der Pass dient als wichtiger Zugang zur nur knapp einen Kilometer entfernten Ravensburger Hütte. Von hier führt der Weg weiter zum aussichtsreichen Madlochjoch.

Sattel 2.440 m

Madlochjoch

Das Madlochjoch liegt auf 2.440 m zwischen Zürs und dem Lechtal. Der Pass verbindet als zentraler Punkt der Lechquellenrunde zwei Täler und bietet weite Ausblicke über Bregenzer Wald, Arlberg und Silvretta.

Gipfel 2.292 m

Formaletsch

Der Formaletsch erhebt sich als markanter Gras-Fels-Kegel auf 2.292 m im Lechquellengebirge. Der charakteristische Gipfel ist gut vom Formarinsee sichtbar und gilt als Hausberg der nahegelegenen Freiburger Hütte.

Gipfel 2.439 m

Gehrengrat

Der Gehrengrat erhebt sich auf 2.439 m als höchster Punkt der berühmten Lechquellenrunde im Lechquellengebirge. Der Gipfel bietet ein weites Panorama über die Lechtaler Alpen, das Rätikon und das Verwall. Die Route führt über das Steinerne Meer, eine von Gletschern geformte Karstlandschaft.

Gebirgspass 1.833 m

Schadonapass

Der Schadonapass liegt auf 1.833 m im Lechquellengebirge und verbindet das Große Walsertal mit dem Tal der Bregenzerach. Der historische Alpenpass trägt einen rätoromanischen Namen und liegt an der Grenze zwischen den Gemeinden Sonntag und Schröcken.

See 2.144 m

Zürser See

Der Zürser See liegt auf 2.144 m im Lechquellengebirge oberhalb von Zürs. Der natürliche Hochgebirgssee wird von den Wildgrubenspitzen umrahmt und dient als Wasserspeicher für die Stromgewinnung. Sein Wasser wird durch einen Stollen zum Spullersee geleitet.

See 1.790 m

Formarinsee

Der Formarinsee liegt auf 1.790 m im Lechquellengebirge nahe der Roten Wand. Der Hochgebirgssee bildet sich jährlich aus Schmelzwasser und wurde 2015 zum schönsten Platz Österreichs gewählt. Sein Abfluss unterquert unterirdisch die europäische Wasserscheide.

See 1.826 m

Spullersee

Der Spullersee liegt auf 1.826 m im Lechquellengebirge zwischen Klostertal und Lechtal. Der ursprünglich natürliche Hochgebirgssee wurde 1919-1925 zur Energieerzeugung für die Arlbergbahn aufgestaut. Er dient als Speicherkraftwerk und beliebter Angelsee für Forellen.

Dorf 1.717 m

Zürs

Zürs liegt auf 1.717 m im Lechquellengebirge und zählt zum Skigebiet Arlberg. Der hochalpine Ort wurde 1416 erstmals besiedelt und gilt als Wiege des alpinen Skilaufs. 1937 entstand hier der erste Schlepplift Österreichs.

Gipfel 2.703 m

Rote Wand

Die Rote Wand erhebt sich auf 2.703 m als zweithöchster Gipfel im Lechquellengebirge zwischen Großem Walsertal und Klostertal. Der markante Berg verdankt seinen Namen dem auffälligen roten Liaskalk der bis zu 400 m hohen Südwand. Nordseitig liegt einer der niedrigsten Gletscher der Nordalpen auf etwa 2.600 m Höhe.

Gipfel 2.397 m

Hochkünzelspitze

Die Hochkünzelspitze erreicht 2.397 m im Lechquellengebirge und bildet den östlichen Abschluss der Zitterklapfengruppe. Der Gipfel bietet bei klarer Sicht Fernblick bis zu den Berner Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau. Normalweg führt von der Biberacher Hütte über drahtseilversicherte Stellen zum Hauptgipfel.

Reisen mit Göppinger Hütte