Am Schadonapass im Lechquellengebirge
Die Biberacher Hütte der Sektion Biberach des Deutschen Alpenvereins (DAV) liegt auf 1.846 m im Lechquellengebirge, südwestlich des Schadonapasses (1.840 m). Der Pass ist der historische Übergang vom Bregenzerwald ins Große Walsertal. 1911 eröffnet, war sie die erste Hütte des Alpenvereins in dieser Gebirgsgruppe. Ihre Bauweise im Stil der Bregenzerwälderhäuser mit Schindelverkleidung ist größtenteils erhalten.
Auf der „Lechquellenrunde“ übernachten wir hier, denn die viertägige Bergwanderung beginnt an der Hütte. Auch der Europäische Fernwanderweg E4 (alpin), die rote Variante der Via Alpina und der Bregenzer-Wald-Rundwanderweg führen vorbei.
Übernachten auf der Biberacher Hütte
Die Schutzhütte der Kategorie I hat 110 Übernachtungsplätze: elf Betten in vier Räumen, 32 Lager in drei und 47 in zwei weiteren Räumen sowie 20 Plätze im Winterraum. Wasserversorgung, Kläranlage und Generatorhaus entstanden zwischen 1965 und 1968.
Zustieg zur Biberacher Hütte
Der Hauptzustieg beginnt an der Bushaltestelle Landsteg an der Bregenzerwaldstraße zwischen Schoppernau und Schröcken. Über den geschotterten Versorgungsweg sind es gut zwei Stunden zur Hütte. Von Schröcken über das Braunarlfürggele (2.145 m) dauert die Wanderung zur Biberacher Hütte vier bis fünf Stunden. Aus dem Großen Walsertal sind es ab dem Parkplatz Bad Rotenbrunnen (912 m) bei Buchboden über die Litehütte vier Stunden. Der Übergang zur Göppinger Hütte (2.245 m) über die Litehütte und den Gamsboden dauert 4½ Stunden.
Gut zu wissen:
Beim Generalumbau von 1978 bis 1980 brachten rund 800 Hubschrauberflüge das Material herauf, dabei wurden auch die Sanitäranlagen verbessert. Auf die Hochkünzelspitze (2.397 m) führt ein markierter, teilweise versicherter Weg in rund zwei Stunden. Das Rothorn (2.239 m) ist weglos zu erreichen. Direkt an der Hütte gibt es einen Übungsklettergarten bis zum V. Grad.