DAV-Hütte am Almajurjoch über St. Anton am Arlberg
Zwischen St. Anton am Arlberg und Kaisers im Lechtal, genau auf der Grenze der beiden Gemeinden, liegt die Leutkircher Hütte auf 2.251 m. Die Schutzhütte der Sektion Leutkirch des Deutschen Alpenvereins (DAV) steht am östlichen Rand des weitläufigen, schrofigen Almajurjochs in den Lechtaler Alpen. Sie ist Stützpunkt am Lechtaler Höhenweg, der zugleich eine Etappe des Adlerwegs bildet.
Auf der Tour „Wandern auf dem Lechtaler Höhenweg“ übernachten wir hier. Gipfelziele ab der Hütte sind der Stanskogel (2.757 m), den man in etwa zwei Stunden über einen markierten und gesicherten Steig erreicht, und der Hirschpleiskopf, für den Trittsicherheit im felsigen Gelände nötig ist.
Übernachten auf der Leutkircher Hütte
Die Leutkircher Hütte hat 56 Schlafplätze und Duschen. Kaltes Wasser gibt es immer, warmes gegen Zuzahlung. Dazu kommt ein ganzjährig zugänglicher Winterraum mit 10 Plätzen. Strom liefert seit 1925 ein Kleinwasserkraftwerk, seit 1994 reinigt eine Anlage das Abwasser.
Zustieg zur Leutkircher Hütte
Von St. Anton am Arlberg sind es etwa drei Stunden zur Hütte, mit Hilfe der Kapallbahn ungefähr 1,5 Stunden. Von Kaisers im Lechtal geht es durch das Almajurtal in etwa vier Stunden herauf. Ebenso lang ist der Zustieg von Pettneu am Arlberg.
Übergänge führen zum Kaiserjochhaus in zwei Stunden, über das Valfagehrjoch zur Ulmer Hütte in 3½ Stunden und durch den Stapfetobel über das Erlijoch zur Stuttgarter Hütte in vier Stunden. Auf dem Weg zur Ulmer Hütte quert man den Südhang der Weißschrofenspitze, wo leichte Steinschlaggefahr besteht. Ab Bacheregg führt ein Steig südlich unterhalb der Querung zum Kapallsattel und umgeht diese Stelle.
Gut zu wissen:
Gebaut hat die Hütte die Section Schwarzer Grat (Leutkirch und Isny) des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Eingeweiht wurde sie am 7. September 1912. Die 1927 eingeweihte Hauskapelle mit neugotischem Altar wurde 1979 zum Winterraum umgebaut. 1945 besetzten deutsche und später französische Truppen die Hütte. 2009 erhielt sie das Umweltgütesiegel des DAV.