Bergsteigerschule Watzmann
Berghütte SAT (Società Alpinisti Tridentini)

Rifugio Pedrotti

2.491m 🇮🇹
46.154, 10.899 Italien
Betten: 120
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Molveno

Schutzhütte der SAT an der Bocca di Brenta

Das Rifugio Pedrotti liegt auf 2.491 m im zentralen Bereich der Brenta-Gruppe, unterhalb der Cima Brenta Bassa. Betrieben wird die Schutzhütte von der Società degli Alpinisti Tridentini (SAT). Unweit der Hütte öffnet sich die Bocca di Brenta (2.552 m), die 1864 erstmals überquert wurde. Nicht zu verwechseln ist das Rifugio Pedrotti mit dem Rifugio Rosetta „Giovanni Pedrotti“ in der Palagruppe.

An der Bocca di Brenta zweigt der Klettersteig Bocchette Centrali ab. Für die Via delle Bocchette ist die Hütte ein Stützpunkt. Gipfelziele sind die Cima Brenta Bassa (2.809 m) und die Cima Tosa (3.159 m), beide im Schwierigkeitsgrad F.

Übernachten auf dem Rifugio Pedrotti

Das Rifugio Pedrotti hat 120 Schlafplätze. Rund 40 Meter unterhalb dient das Rifugio Tosa als Dependance mit 35 weiteren Schlafplätzen. Der Winterraum hat 20 Betten. Außerhalb der Saison hat auch das Rifugio Tosa einen Winterraum mit 21 Plätzen.

Zustieg zum Rifugio Pedrotti

Von Molveno (864 m) führt Weg 319 durch das Valle delle Seghe und über das Rifugio Selvata in etwa 4,5 Stunden zur Hütte. Von Vallesinella (1.513 m) sind es ebenfalls etwa 4,5 Stunden. Auf Weg 317 geht es zunächst zum Rifugio Casinei, dann auf Weg 318 über das Rifugio Brentei und die Bocca di Brenta.

Zum Rifugio Brentei sind es 1,5 Stunden, zum Rifugio Agostini über die Wege 304 und 358 2,5 Stunden. Über die Via delle Bocchette dauert der Übergang zum Rifugio Alimonta 3 Stunden, zum Rifugio Dodici Apostoli 4 Stunden.

Gut zu wissen:

1881 errichtete die SAT das Rifugio Tosa, die erste Schutzhütte der Brenta. Etwas oberhalb baute die Sektion Bremen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins von 1911 bis 1913 die Bremer Hütte. 1914 wurde sie der SAT zugesprochen. 1920 wurde die Hütte renoviert und nach Tommaso Pedrotti benannt, der 1918 als italienischer Kriegsfreiwilliger gefallen war.

2014 übergab der SAT-Präsident der Sektion Bremen symbolisch den alten Hüttenschlüssel. Eine Gedenktafel in der Hütte erinnert daran. Die Saison dauert in der Regel von Mitte Juni bis Mitte September.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Sattel 2.757 m

Bocca dei Camosci

Die Bocca dei Camosci liegt auf 2.757 m in der Brenta-Gruppe und verbindet das Val Brenta mit dem Val Nardis. Der Pass ist zentraler Bestandteil mehrerer Klettersteig-Routen und liegt unmittelbar oberhalb der Vedretta dei Camosci.

Sattel

Bocca della Tosa

Die Bocca della Tosa liegt auf 2.845 m zwischen den Gletschern der Vedretta d'Ambiez in den Brenta-Dolomiten. Der Pass verbindet das Rifugio Agostini mit der Pedrottihütte und bietet direkten Blick auf die imposante Cima d'Ambiez-Ostwand.

Sattel 2.648 m

Bocca del Tuckett

Die Bocca del Tuckett liegt auf 2.648 m in der Brenta-Gruppe und verbindet als zentraler Übergang die Rifugios Tuckett und Alimonta. Der Pass bildet einen kritischen Knotenpunkt der berühmten Via delle Bocchette, einer der wichtigsten Klettersteig-Traversierungen der Dolomiten.

Sattel 2.442 m

Passo del Grostè

Der Passo del Grostè liegt auf 2.442 m am Hauptkamm der Brentagruppe zwischen Pietra Grande und Cima del Grostè. Der Pass trennt den zentralen vom nördlichen Bereich der Brenta-Dolomiten. Von Madonna di Campiglio ist er mit der Seilbahn oder über Wanderwege erreichbar.

Seilbahn 1.600 m

Madonna di Campiglio

Madonna di Campiglio liegt auf 1.600 m zwischen Brentagruppe und Adamello-Presanella-Gruppe. Der traditionsreiche Wintersportort dient als Ausgangspunkt für Klettersteige der Via delle Bochette. Die Grostè-Seilbahn erreicht den Passo del Grostè auf 2.442 m.

Gipfel 3.004 m

Spallone dei Massodi

Der Spallone dei Massodi erhebt sich auf 3.004 m als höchster Punkt der klassischen Brenta-Durchquerung. Der Gipfel wird über die berühmte Scala degli Amici erreicht, eine 20 m lange Eisenleiter mit 75 Sprossen. Von hier reicht der Blick über den Gardasee bis zu den Hauptgipfeln der Brenta-Gruppe.

Seilbahn

Grostè-Seilbahn

Die Grostè-Seilbahn erschließt das Rifugio Stoppani und dient als Ausgangspunkt für Klettersteige in der Brenta-Gruppe. Von der Bergstation führen technische Routen wie der Sentiero delle Bocchette Alte zur Tuckethütte.

Klettern

Campanile Basso

Der Campanile Basso erhebt sich als 2.877 m hoher Felsturm im Herzen der Brenta-Dolomiten. Die quadratische Felssäule galt lange als unbezwingbar und wurde erst 1899 von Otto Ampferer und Karl Berger erstmals bestiegen. Heute zählt der markante Dolomitmonolith zu den berühmtesten Kletterzielen der Alpen.

Sonstige

Cles

Cles ist der Hauptort der Val di Non im Trentino und liegt strategisch günstig zwischen Val di Non und Val di Sole. Das historische Zentrum wird vom gotischen Palazzo Assessorile und Castel Cles geprägt. Die Umgebung gilt als eine der produktivsten Apfelanbaugebiete Europas.

Dorf

Malfein

Molveno liegt am gleichnamigen See am Fuß der Brenta-Dolomiten im Trentino. Der Ort gilt als privilegierter Zugang zu den Gipfeln der Brenta-Gruppe über das Pradel-Plateau. Die Valle delle Seghe führt direkt ins Herz der Dolomiti di Brenta.

Dorf

Oberpfeidt

Fai della Paganella liegt auf der Paganella-Hochebene im Trentino. Der Ort dient als Ausgangspunkt für Bergwanderungen und Klettersteige in der Brenta-Gruppe. Die Paganella-Seilbahn erschließt das Skigebiet und alpine Wanderwege.

Kirche

Chiesa di San Vigilio

Die Chiesa di San Vigilio in Pinzolo bewahrt an der Außenwand das berühmte Fresko der Danza Macabra von Simone Baschenis aus dem Jahr 1539. Die gotische Kirche aus dem 13. Jahrhundert gilt als kunsthistorisches Juwel der Brenta-Gruppe.