Schutzhütte über dem Traualpsee im Tannheimer Tal
In den Vilsalpseebergen der Allgäuer Alpen liegt auf 1.810 Höhenmetern die Landsberger Hütte, eine Schutzhütte der Sektion Landsberg am Lech des Deutschen Alpenvereins (DAV). Sie gehört zum österreichischen Tannheimer Tal und steht oberhalb des Traualpsees im Naturschutzgebiet Vilsalpsee. Nur wenige Meter von der Hütte entfernt ist der kleine Bergsee Lache.
Auf der Tour „Bergwandern von Oberstdorf zur Zugspitze“ übernachten wir hier. Für die 2. Etappe des Weitwanderwegs Grenzgänger ist die Hütte ebenfalls Stützpunkt. Über der Hütte erheben sich Lachenspitze (2.126 m) und Leilachspitze (2.274 m). Ein Klettersteig (C/D) führt in 2 Stunden durch die Nordwand auf die Lachenspitze.
Übernachten auf der Landsberger Hütte
Die Hütte hat 100 Plätze im Matratzenlager und 30 Betten. Die Sanitäranlagen wurden 2025 renoviert. Wenn die Hütte geschlossen ist, hat der Winterraum 10 Übernachtungsplätze, dafür ist ein Schlüssel notwendig. Eine Materialseilbahn gibt es seit 1962.
Zustieg zur Landsberger Hütte
Der Hauptzustieg beginnt am Gasthaus Vilsalpsee (1.165 m). Durch das „Wändle“ sind es 2 ½ Stunden zur Hütte. Ebenso lange dauert die Wanderung zur Landsberger Hütte von der Bergstation der Neunerköpflebahn (1.864 m) über Strindenscharte und Gappenfeldsattel (1.860 m). Vom Haldensee führt der Saalfelder Höhenweg in 3 Stunden herauf, vom Gaichtpass bei Rauth (1.080 m) sind es durch das Birkental 5 Stunden.
Über den Jubiläumsweg dauert der Übergang zum Prinz-Luitpold-Haus (1.846 m) 5 ½ Stunden, über Jubiläumsweg und Schrecksee zur Willersalpe (1.456 m) 6 Stunden. Durch das Birkental geht es zum Gimpelhaus (1.659 m, 5 ½ Stunden) und zur Tannheimer Hütte (1.713 m, 6 Stunden).
Gut zu wissen:
Ab Juli 1928 wurde die Hütte gebaut und am 30. Juni 1929 mit 33 regulären und 18 Not-Schlafplätzen eingeweiht. Erweitert wurde sie von 1961 bis 1966, Gaststube und Küche wurden 2018–2019 kernsaniert. Geöffnet ist die Hütte von Ende Mai bis Mitte Oktober.