Moderne Berghütte im Herzen der Tannheimer Kletterberge
Auf 1.713 m, am Südhang des Tannheimer Tals in den Allgäuer Alpen, liegt die Tannheimer Hütte. Die Sektion Allgäu-Kempten des Deutschen Alpenvereins (DAV) betreibt die Schutzhütte der Kategorie I auf österreichischem Gebiet. Rund um die Hütte ragen die Tannheimer Kletterberge auf: Rote Flüh, Gimpel, Hochwiesler und Köllenspitze. Ihre Wände, Klettersteige und Gipfel prägen das Gebiet.
Zur Roten Flüh (2.108 m) geht man etwa 1,5 Stunden, zur Köllenspitze (2.240 m) und zum Gimpel (2.176 m) jeweils etwa 2 Stunden. Der Gimpel ist nur für Geübte, der Hochwiesler in etwa einer Stunde nur für Kletterer. Auf die Köllenspitze führt ein Klettersteig der Schwierigkeit D und 1-, dazu kommt der Friedberger Klettersteig (C). An der Westlichen Zwerchenwand verlaufen Routen wie „Zwerchen-Anni“ (6+) und „Jedem Tierchen sein Plaisierchen“ (6-).
Übernachten auf der Tannheimer Hütte
Die Hütte hat 22 Schlafplätze in 6 Zimmern. Bewirtschaftet ist sie je nach Witterung von Anfang Mai bis Ende Oktober.
Zustieg zur Tannheimer Hütte
Talorte sind Nesselwängle und Reutte. Von Nesselwängle (etwa 1.130 m) führt der Hauptzustieg über das Gimpelhaus (1.659 m) in etwa anderthalb Stunden zur Hütte. Ebenfalls 1,5 Stunden dauert der Weg von der Bergstation der Reuttener Hahnenkammbahn.
Zum Gimpelhaus sind es nur etwa 10 Minuten. Die Übergänge zur Otto-Mayr-Hütte und zur Willi-Merkl-Gedächtnis-Hütte dauern je etwa 3 Stunden, zur Bad Kissinger Hütte etwa 5 Stunden.
Gut zu wissen:
1886 entstand an dieser Stelle die erste Schutzhütte, die mehrmals umgebaut wurde. Zuletzt hatte sie 18 Plätze im Matratzenlager und 20 in einer Nebenhütte. Wegen Behördenauflagen schloss die alte Tannheimer Hütte2018, eine Renovierung war nicht wirtschaftlich. Nach dem Beschluss von 2020 folgte im Sommer 2023 der Abriss.