Älteste Schutzhütte der Allgäuer Alpen am Hochvogel
Über dem Tal des Bärgündlebachs, auf dem Gemeindegebiet von Bad Hindelang, liegt auf 1.846 m das Prinz Luitpold Haus. Die Berghütte der Sektion Allgäu-Immenstadt des Deutschen Alpenvereins (DAV) gilt als älteste Schutzhütte der Allgäuer Alpen. Südöstlich der Hütte erhebt sich der Hochvogel, und für seine Besteigung ist sie der Ausgangspunkt.
Zum Gipfel des Hochvogels (2.592 m) sind es 2½ bis 3 Stunden. Kürzere Ziele sind der Glasfelderkopf (2.270 m) in etwa einer Stunde und der Wiedemerkopf (2.166 m) in 1 bis 2 Stunden. Zum Schneck (2.268 m) sind es etwa 4 Stunden. An den Fuchskarspitzen wird vor allem geklettert. Weitere Gipfel rund um die Hütte sind Weittalkopf (2.289 m) und Kreuzkopf (2.287 m).
Übernachten auf dem Prinz Luitpold Haus
Die Hütte hat 160 Schlafplätze. Im Winter steht ein Winterraum offen, den Skitourengeher und Schneeschuhgeher nutzen. Seit 1994 reinigt eine biologische Anlage das Abwasser. Auskunft zu Zimmern und Dusche sowie Fotos vom Prinz Luitpold Haus gibt die Website prinz-luitpoldhaus.de.
Zustieg zum Prinz Luitpold Haus
Von Hinterstein geht es per Bus, Rad oder zu Fuß auf der asphaltierten Straße zum Giebelhaus (1.067 m). Ab dort sind es 2 bis 3 Stunden zur Hütte. Aus Hinterhornbach (1.101 m) dauert der Zustieg etwa 4 Stunden.
Übergänge führen zur Schwarzenberghütte in 2 bis 3 Stunden und zum Edmund-Probst-Haus in 4 bis 6 Stunden. Zur Landsberger Hütte und zum Oytalhaus sind es je 5 bis 6 Stunden. Über den Jubiläumsweg dauert der Übergang zur Willersalpe 8 bis 9 Stunden, zur Kemptner Hütte sind es 8 bis 10 Stunden.
Gut zu wissen:
Errichtet wurde die Hütte 1880 auf dem Grund von Prinz Luitpold von Bayern, dem späteren Prinzregenten, nach dem sie benannt ist. Erst 1932 konnte die Sektion Allgäu-Immenstadt des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins das Grundstück kaufen.