Am Sess-See im hinteren Sessladtal, Verwallgruppe
Die Niederelbehütte der Sektion Hamburg und Niederelbe des Deutschen Alpenvereins (DAV) liegt auf 2.310 m in der österreichischen Verwallgruppe. Sie steht auf einer Geländestufe am Sess-See im hinteren Sessladtal. Rund um die Hütte gibt es zwei Gebirgsseen, und Steinböcke und Murmeltiere sind hier häufig zu beobachten.
Auf der sechstägigen „Verwallrunde“ übernachten wir hier. Von der Hütte aus geht es auf die Saumspitze (3.039 m) und in 3 Stunden auf die Fatlarspitze (2.986 m). Der Kappler Kopf (2.404 m), Hausberg von Kappl, ist in etwa einer halben Stunde erreicht.
Übernachten auf der Niederelbehütte
Die Niederelbehütte hat 56 Schlafplätze und ist von Juli bis September bewirtschaftet. Zentralheizung, Kalt- und Warmwasser sowie ein Trockenraum gehören zur Ausstattung. Der Winterraum mit 10 Schlafplätzen ist ganzjährig zugänglich. Hunde sind nicht erlaubt.
Zustieg zur Niederelbehütte
Von Kappl (1.262 m) führt der Hauptzustieg am Alpengasthof Dias vorbei in 2 bis 3 Stunden zur Hütte. Mit der Diasbahn geht es auf die Dias. Von dort sind es über den Kieler Höhenweg oder den Fahrweg durchs Sessladtal 2 Stunden.
Vom Ortsteil Ulmich geht es durch das Fatlartal, auch Blumental genannt, in etwa 3 Stunden zur Hütte. Ab Sinsen geht es am Sessladbach entlang über die untere Sessladalm, ebenfalls in 3 Stunden. Nach Kappl kommt man mit Bahn und Bus über Landeck oder mit dem Auto.
Zur Kieler Wetterhütte (2.809 m) dauert der Übergang etwa 2 Stunden, zur Edmund-Graf-Hütte (2.384 m) 4 Stunden. Über das Sedlaßjoch sind es 5 Stunden zur Darmstädter Hütte (2.408 m).
Gut zu wissen:
1930 und 1931 baute die Sektion Niederelbe des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins die Hütte. Anfang der 1960er-Jahre kam eine Materialseilbahn dazu. 1966 und 1967 folgten ein eigenes Elektrizitätswerk und eine größere Gaststube. Seit der Fusion der Sektionen im Jahr 2005 gehört die Hütte der Sektion Hamburg und Niederelbe. Sie trägt das Umweltgütesiegel für Alpenvereinshütten.