Schutzhütte im Moostal unter der Kuchenspitze
Im Moostal in der Verwallgruppe liegt auf 2.384 m die Darmstädter Hütte, eine österreichische Schutzhütte der Kategorie I. Betrieben wird sie von der Sektion Darmstadt-Starkenburg des Deutschen Alpenvereins (DAV). Rund um die Hütte ragen die Kuchenspitze (3.148 m), die Saumspitze (3.039 m), die Faselfadspitze (2.993 m) und der Scheibler (2.978 m) auf.
Auf der sechstägigen „Verwallrunde“ übernachten wir hier. Drei Gipfel sind direkt von der Hütte aus erreichbar: Zur Saumspitze sind es etwa 2,5 Stunden, zum Scheibler 2 Stunden. Auf die Faselfadspitze führt ein Weg mit Kletterei im II. Grad (UIAA) in 1½ bis 2 Stunden.
Übernachten auf der Darmstädter Hütte
Die Darmstädter Hütte hat 77 Schlafplätze. Acht davon sind im Winterraum, der auch außerhalb der Saison zur Verfügung steht. Für nasse Kleidung und Schuhe gibt es Trockenräume.
Zustieg zur Darmstädter Hütte
Der Hauptzustieg beginnt am Parkplatz der alten Rendlbahn in St. Anton am Arlberg (1.304 m). Von dort sind es etwa 3,5 Stunden zur Hütte. Mit der Rendlbahn verkürzt sich die Gehzeit auf 2 bis 2,5 Stunden. Von Ischgl (1.377 m) führt der Weg über die Doppelseescharte (2.786 m) in etwa 5 Stunden herauf. Ebenso lang dauert der Weg von der Konstanzer Hütte (1.688 m) über das Kuchenjoch (2.730 m).
Zur Niederelbehütte sind es über den Kartell-Stausee und das Seßladjoch etwa 4 Stunden, über die Kieler Wetterhütte auf dem Hoppe-Seyler-Weg 5½ Stunden. Zur Konstanzer Hütte geht es über den Apothekerweg in etwa 4 Stunden. Der Ludwig-Dürr-Weg zur Friedrichshafener Hütte dauert etwa 7 Stunden.
Gut zu wissen:
Erbaut wurde die Darmstädter Hütte 1889. Wegen Felssturzgefahr unterhalb des Rautejochs verläuft der Ludwig-Dürr-Weg seit Sommer 2020 über Geröllfelder und die Rauteköpfe. Dafür braucht man gut eine Stunde mehr. Eine knappe Gehstunde oberhalb der Hütte liegen auf etwa 2.650 m Wrackteile einer Siebel Si 204. Das Schulflugzeug prallte 1944 mit fünf Mann an Bord gegen die Kuchenspitze.