Schutzhütte am Übergang vom Ötztal ins Stubaital
Auf 2.899 m, in den Stubaier Alpen in Österreich, liegt die Hildesheimerhütte. Betrieben wird die Schutzhütte der Kategorie I von der Sektion Hildesheim des Deutschen Alpenvereins (DAV). Sie steht am Übergang vom Ötztal ins Stubaital und ist Ausgangspunkt für sechs Gipfel zwischen 3.129 m und 3.507 m, darunter das Zuckerhütl und die Schaufelspitze.
Je 3 Stunden dauern die Wege auf das Zuckerhütl (3.507 m), den Wilden Pfaff (3.456 m) und die Stubaier Wildspitze (3.341 m). In 1½ Stunden erreichbar sind der Schußgrubenkogel (3.211 m) und die Schaufelspitze (3.333 m), der Gaiskogel (3.129 m) in 2½ Stunden. Nahe der Hütte verläuft der Klettersteig Falkengrat.
Übernachten auf der Hildesheimerhütte
Die Hütte hat 70 Schlafplätze: 24 im Zimmerlager und 46 im Matratzenlager. Wenige Meter daneben gibt es einen Winterraum mit 8 Plätzen. Eine Photovoltaikanlage liefert den Strom. Außerdem verfügt die Hütte über eine erneuerte Wasserversorgung und eine Abwasseraufbereitung.
Zustieg zur Hildesheimerhütte
Talort ist Sölden. Von Fiegl's Gasthaus führt der Weg durch das Windachtal und an der Flanke des Schußgrubenkogels in 3½ Stunden zur Hildesheimerhütte. Ab Gaispillen ist ein Gepäcktransport möglich. Aus dem Stubaital sind es mit der Gletscherbahn 1½ Stunden.
Der Übergang zur Dresdner Hütte über das Bildstöckljoch dauert 2½ Stunden. Zur Hochstubaihütte über die Warenkarscharte, zur Siegerlandhütte über das Gamsplatzl und zur Müllerhütte über den Wilden Pfaff sind es je 3½ Stunden, zur Sulzenauhütte über das Pfaffenjoch 4 Stunden.
Gut zu wissen:
Am 28. Juli 1896 wurde die Hildesheimerhütte mit 14 Schlafplätzen eingeweiht. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten die Alliierten die Hütte, 1958 erhielt die Sektion Hildesheim sie offiziell zurück. Aus der Erbauungszeit stammt die Gaststube mit Pilastergetäfel, Flachschnitzereien und Balkendecke. Seit 2019 ist die Hütte denkmalgeschützt, im selben Jahr kam ein zweigeschoßiger Neubau über dem Gastraum hinzu.