Alpenvereinshütte am Erlsattel im westlichen Karwendel
Am Erlsattel, wo Nordkette und Erlspitzgruppe im westlichen Karwendel aufeinandertreffen, liegt auf 1.805 m das Solsteinhaus. Betrieben wird die Hütte von der Sektion Innsbruck des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Die Schutzhütte in Tirol, nicht weit von Innsbruck, ist Stützpunkt für mehrtägige Touren und Gipfelbesteigungen in der Umgebung und zugleich Ziel für Tageswanderer.
Auf der Tour „Wandern auf dem Karwendel Höhenweg“ übernachten wir hier. Vier Gipfel sind von der Hütte aus zu erreichen: die Erlspitze (2.405 m) in 1,5 Stunden, die Kuhljochspitze (2.297 m) in 2 Stunden sowie der Große Solstein (2.541 m) und der Kleine Solstein (2.637 m) in jeweils 2 bis 3 Stunden.
Übernachten auf dem Solsteinhaus
Das Solsteinhaus hat 85 Schlafplätze. Im Winter ist die Hütte geschlossen. Für Skitourengeher steht dann ein Winterraum offen.
Zustieg zum Solsteinhaus
Von Hochzirl an der Mittenwaldbahn führt der leichte Hüttenweg in 2,5 Stunden und 900 Hm zur Hütte. Versorgt wird die Hütte über eine Materialseilbahn von Oberbach aus.
Länger sind die Zustiege von Scharnitz durch das westliche Hinterautal, das Gleirschtal und das Großkristental (leicht, 5 Stunden). Ebenfalls 5 Stunden dauert der Weg von Gießenbach durch das Eppzirler Tal und über die Eppzirler Scharte (mittel).
Zur Neuen Magdeburger Hütte führt der Zirler Schützensteig in 1,5 Stunden. Über die Eppzirler Scharte sind es 3 Stunden zur Eppzirler Alm. Der Freiungen-Höhenweg zur Nördlinger Hütte ist ein leichter, stellenweise versicherter Klettersteig (4,5 Stunden). Anspruchsvoll ist der Übergang zur Pfeishütte über Gipfelstürmerweg, Frau-Hitt-Sattel, Seegrube, Hafelekarspitze und Goetheweg, der 6 Stunden dauert.
Gut zu wissen:
Das Solsteinhaus wurde 1912 erbaut und 2007 grundlegend renoviert. Am Abend des 7. Juni 2006 wurde Bär JJ1, genannt Bruno, an der Hütte gesichtet. Am Tag darauf fand man neben dem Gebäude mehrere 15 bis 20 Zentimeter große Tatzenabdrücke.