Schutzhütte auf der Südseite des Wilden Kaisers
Im Kaisergebirge, auf der Südseite des Wilden Kaisers, liegt die Gaudeamushütte auf 1.267 m am Fuß der Törlspitzen. Die Schutzhütte der Sektion Main-Spessart des Deutschen Alpenvereins (DAV) steht auf einem Almboden, an dem sich mehrere Steige und Wege verzweigen. Geschrieben wird der Name auch Gaudeamus Hütte oder Gaudemushütte.
Von hier erreicht man die Gipfel des Wilden Kaisers: den Goinger Halt (2.242 m) in 2½ Stunden, Karlspitzen (2.281 m) und Regalmspitze (2.253 m) in 3 Stunden, die Maukspitze (2.231 m) in 3½ Stunden sowie Ackerlspitze (2.329 m) und Ellmauer Halt (2.344 m) in 4 Stunden.
Übernachten auf der Gaudeamushütte
Die bewirtschaftete Hütte hat 54 Schlafplätze, der Winterraum weitere 12. Von der Sonnenterrasse reicht der Blick auf das Ellmauer Tor, die Karlspitzen und den Ellmauer Halt.
Zustieg zur Gaudeamushütte
Der kürzeste Weg beginnt an der Wochenbrunneralm (1.080 m), die über eine Mautstraße erreichbar ist und einen großen Parkplatz hat. Von dort sind es 40 Minuten und 190 Hm zur Hütte. Aus Scheffau, Ellmau oder Going-Prama sind es jeweils 2 Stunden.
Übergänge führen in 1 Stunde über den felsigen Klamml zur Gruttenhütte (1.620 m), in 1½ Stunden über den Wilder-Kaiser-Steig zur Ackerlhütte (1.460 m) und in 3 Stunden über Wildererkanzel, Gildensteig und das Kleine Törl zur Fritz-Pflaum-Hütte (1.865 m). Der Übergang zum Stripsenjochhaus (1.577 m) über Ellmauer Tor, Steinerne Rinne und Eggersteig dauert 4 Stunden.
Gut zu wissen:
1899 baute der Akademische Alpenverein Berlin des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins die erste Hütte unterhalb des Kübelkars. Bis 1911 war sie unbewirtschaftet, danach zumindest zeitweise an die Sektion Kitzbühel verpachtet. Nach der Zerstörung durch eine Lawine 1924 entstand im selben Jahr eine provisorische Baracke. Die heutige Hütte errichtete die Sektion Berlin 1927 rund 300 Meter weiter östlich. Sie überstand den Zweiten Weltkrieg ohne Schäden. Nach der Übernahme durch die Sektion Main-Spessart wurde sie 2003 erneuert und um einen Anbau erweitert.