Alpenvereinshütte in Hinterbärenbad im Kaisertal
Auf 829 m, im hinteren Kaisertal am Kaiserbach, liegt das Anton-Karg-Haus der Sektion Kufstein des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Die Stelle heißt Hinterbärenbad: Der Überlieferung nach kühlten sich hier Braunbären an heißen Sommertagen durch ein Bad. Die Hütte gehört zum Naturschutzgebiet des Wilden Kaisers, von hier geht der Blick auf den Wilden und den Zahmen Kaiser.
Auf der Tour „Die Kaiserkrone rund um den Wilden Kaiser“ übernachten wir hier. Von der Hütte sind es 2½ Stunden zur Kleinen Halt (2.116 m), 4 Stunden über den Güttlersteig zum Sonneck (2.260 m) und 5½ Stunden über den Kaiserschützensteig zur Ellmauer Halt (2.344 m). An Kleiner Halt und Gamshalt gibt es viele Klettertouren ab dem Grad III+.
Übernachten auf dem Anton-Karg-Haus
Das Anton-Karg-Haus hat 91 Schlafplätze.
Zustieg zum Anton-Karg-Haus
Von Kufstein-Sparchen sind es durch das Kaisertal 2½ Stunden zur Hütte. Der Weg führt entweder als Normalweg über den Pfandlhof oder als alter Kaisertalweg über die Antoniuskapelle. Von der Griesner Alm im Kaiserbachtal führt die Überschreitung des Stripsenjochs in 3 Stunden herüber, mit 600 Hm im Aufstieg und 750 Hm im Abstieg. Ab dem Sessellift auf das Brentenjoch geht es über die Kaindlhütte und den Bettlersteig in 3 Stunden zur Hütte.
Übergänge gibt es zum Hans-Berger-Haus (15 Minuten), zum Stripsenjochhaus (2 Stunden), zur Vorderkaiserfeldenhütte und über den Bettlersteig zur Kaindlhütte (je 2½ Stunden). Über Hohen Winkel und Kopftörl erreicht man in 5 Stunden die Gruttenhütte; dieser Übergang ist schwierig.
Gut zu wissen:
Benannt ist die Hütte nach Anton Karg. Er war ab 1888 Hüttenwart in Hinterbärenbad und von 1890 bis 1919 Erster Vorsitzender der Sektion Kufstein. Die erste Hinterbärenbadhütte, eine Alphütte der Stadt Kufstein, öffnete am 25. Juli 1883. Ihre Nachfolgerin, die 1896 eröffnete Neue Hinterbärenbadhütte, brannte drei Jahre später ab. Die heutige Hütte von 1900 hatte damals 42 Zimmer und 90 Betten.