Schutzhütte im Talschluss des Krimmler Achentals
Im Talschluss des Krimmler Achentals, westlich des Großvenedigers, liegt auf 2.324 m die Warnsdorfer Hütte. Sie gehört der Sektion Warnsdorf-Krimml des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) und steht im Nationalpark Hohe Tauern. Die Hütte trägt das Umweltgütesiegel für Alpenvereinshütten: Strom liefert ein eigenes Wasserkraftwerk, das Abwasser reinigt eine vollbiologische Kläranlage. Für Weitwanderer auf dem Zentralalpenweg ist sie eine wichtige Station.
Die Hütte nutzen wir als Stützpunkt für den „Hochtourenkurs auf der Warnsdorfer Hütte“ und die „Hochtourenwoche Großvenediger“. Von der Warnsdorfer Hütte geht es auf den Großvenediger (3.657 m) in etwa 8,5 Stunden und auf die Dreiherrnspitze (3.499 m) in etwa 8 Stunden. Kürzere Ziele sind der Gamsspitz (2.888 m, etwa 1,5 Stunden), der Hohe Sonntagskopf (3.129 m, etwa 3 Stunden) und der Große Geiger (3.360 m, etwa 4 Stunden).
Übernachten auf der Warnsdorfer Hütte
Die Hütte hat 88 Schlafplätze. Die Waschräume haben Warmwasser, die Duschen sind kostenpflichtig. Dazu kommt ein Winterraum.
Zustieg zur Warnsdorfer Hütte
Von Krimml sind es rund 6 Stunden zur Hütte. Der Weg führt entlang der Krimmler Wasserfälle ins Krimmler Achental, vorbei am Krimmler Tauernhaus zur Inneren Keesalm (1.804 m). Bis dorthin fährt auch ein Bergtaxi ab Krimml. Von der Inneren Keesalm versorgt eine Materialseilbahn die Hütte und bringt auf Wunsch auch Gepäck hinauf.
Übergänge gibt es zur Kürsingerhütte und zur Essener-Rostocker Hütte (je etwa 4,5 Stunden) sowie zum Krimmler Tauernhaus (etwa 3 Stunden). Über die Birnlücke geht es in etwa 3 Stunden nach Südtirol zur Birnlückenhütte.
Gut zu wissen:
1897 errichtete die Sektion Warnsdorf des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins die Hütte. Ihren Namen trägt sie nach dem böhmischen Ort Varnsdorf, deutsch Warnsdorf. 2004/05 wurde die Trinkwasserversorgung fertiggestellt.