Stützpunkt am Großvenediger im Nationalpark Hohe Tauern
Auf 2.558 m, unterhalb des Keeskogels in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern, liegt die Kürsinger Hütte. Betreiber der Schutzhütte ist die Sektion Salzburg des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Ihr Erkennungszeichen sind die sechs Giebel des Baus. Am Zentralalpenweg, dem Weitwanderweg von Hainburg an der Donau nach Feldkirch, ist sie ein wichtiger Stützpunkt.
Die Kürsinger Hütte nutzen wir als Stützpunkt für Hochtouren, Skitouren und Schneeschuhtouren am Großvenediger, darunter die „Hochtourenwoche Großvenediger“ und den „Hochtourenkurs am Großvenediger“. Über das Obersulzbachkees sind es von der Hütte etwa 4 Stunden auf den Großvenediger (3.657 m). Weitere Ziele sind der Große Geiger (3.360 m, ca. 4½ Stunden), die Schlieferspitze (3.290 m, ca. 4 Stunden) und der gletscherfreie Keeskogel (3.291 m, ca. 2 Stunden).
Übernachten auf der Kürsinger Hütte
Die Hütte hat 150 Schlafplätze. Von der Terrasse geht der Blick auf die vergletscherte Venedigergruppe. Zum Klettern gibt es eine hauseigene Kletterwand und einen kleinen Klettergarten in Hüttennähe. Gepäck und Ausrüstung bringt eine Materialseilbahn herauf.
Zustieg zur Kürsinger Hütte
Der Aufstieg zur Kürsinger Hütte beginnt in Neukirchen am Großvenediger (835 m). Über den Hopffeldboden im Obersulzbach (1.080 m) und die Berndlalm (1.500 m) sind es etwa 5½ Stunden und 1.723 Hm zur Hütte. Kürzer ist der Weg mit dem Hüttentaxi bis zur Materialseilbahn: Im Sommer führt der Kürsingersteig von dort in 1,5 Stunden hinauf, im Winter der Winterweg in rund 2 Stunden. Übergänge bestehen zur Warnsdorfer Hütte und zur Johannishütte (je ca. 3½ Stunden) sowie zum Defreggerhaus, zur Essener-Rostocker Hütte und zur Neuen Prager Hütte (je ca. 4½ Stunden).
Gut zu wissen:
Eine erste Schutzhütte entstand 1842 wenige Meter neben dem heutigen Standort. Die zweite Hütte von 1875 trägt den Namen Kürsingerhütte nach Ignaz von Kürsinger, dem Pfleger von Mittersill. Er war ein Hauptorganisator der Erstbesteigung des Großvenedigers und gehörte selbst zur Gruppe der Erstbesteiger. 1885/86 kam der heutige Nordost-Trakt hinzu, bis 1938 folgten weitere Gebäude. Zwischen 1977 und 1983 erhielt die Hütte bei den größten Umbauten die Materialseilbahn sowie eine neue Wasser- und Stromversorgung.