DAV-Hütte am Fuß von Stüdlgrat und Luisengrat
Die Sektion Oberland des Deutschen Alpenvereins (DAV) betreibt die Stüdlhütte (auch Stuedlhuette, Stüdelhütte oder Studlhutte Grossglockner geschrieben) auf 2.801 m in der Fanatscharte oberhalb von Kals am Großglockner. Im Nationalpark Hohe Tauern gelegen, blickt die Hütte auf Großglockner, Stüdlgrat, Glocknerwand und Ködnitzkees. In der Scharte beginnen die Anstiege über den Luisen- und den Stüdlgrat. Am Adlerweg ist die Schutzhütte eine Station.
Die Hütte nutzen wir als Stützpunkt für Hochtouren und Skitouren am Großglockner, darunter „Der Stüdlgrat auf den Großglockner“ und der „Hochtourenkurs am Großglockner“. Von der Stüdlhütte auf den Großglockner sind es 5 Stunden. Die Route über den Stüdlgrat hat Kletterstellen bis III+. Der Normalweg führt über das Ködnitzkees, die Adlersruhe, den Kleinglockner und die Glocknerscharte. Kürzere Ziele sind der Fanatkogel (2.905 m, 15 Minuten) und die Schere (3.031 m, rund 30 Minuten).
Übernachten auf der Stüdlhütte
Die Hütte hat zwei Betten und 106 Lager. Der ganzjährig offene Winterraum hat 23 weitere Lager. Zur Ausstattung gehören Warmwasserduschen, ein Seminarraum, eine Indoor-Kletterwand und eine Sonnenterrasse. Am Buffet gibt es Tiroler Küche. Versorgt wird die Hütte über eine Materialseilbahn. Weitgehend energieautark ist sie durch Solarthermie und Photovoltaik.
Zustieg zur Stüdlhütte
Der Aufstieg zur Stüdlhütte am Großglockner beginnt am Lucknerhaus (1.918 m), das über eine Mautstraße von Kals am Großglockner erreichbar ist. Von dort geht es auf guten Wegen weiter, die Wanderung dauert insgesamt zwei bis drei Stunden. Deutlich mühsamer ist der Zustieg durch das Teischnitztal. Er dauert vier Stunden und ist im Früh- und Spätsommer durch Schneefelder erschwert. Der Übergang zur Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m) dauert 3 Stunden.
Gut zu wissen:
Ihren Namen trägt die Hütte nach dem Prager Kaufmann Johann Stüdl, der die erste Hütte initiierte und finanzierte. Diese erste Hütte wurde 1868 eröffnet und bot Platz für zwölf Personen. Den Neubau von 1993 bis 1996 plante der Architekt Albin Glaser. In der exponierten Scharte erreicht der Wind über 200 km/h. Das tonnenförmige Gebäude hat ein mit Aluminium gedecktes Dach und Wände aus Holzschindeln.