Schutzhütte am Westhang der Rosengartengruppe
Die Kölner Hütte, italienisch Rifugio Fronza alle Coronelle, liegt auf 2.337 m in Südtirol, am Westhang des Hauptkamms der Rosengartengruppe in den Dolomiten. Am Fuß der Wände der Cresta Davoi hat die Schutzhütte eine dominante Position über dem Passo Nigra. Früher hieß sie Rosengartenhütte oder Kölner Haus. Talort ist Welschnofen, italienisch Nova Levante.
Für die Tour „Klettersteige rund um den Rosengarten“ nutzen wir die Hütte als Stützpunkt. Erfahrene umrunden von hier die Cima Catinaccio über die Via ferrata del passo Santner, die Torri del Vajolet und den Passo delle Coronelle oder den Passo del Vajolon. Ein Gipfelziel ist außerdem die Roda di Vaèl.
Übernachten auf der Kölner Hütte
Die Kölner Hütte im Rosengarten ist Schutzhütte und Berggasthaus zugleich. Sie hat 20 Schlafplätze.
Zustieg zur Kölner Hütte
Der Hauptzustieg beginnt in Welschnofen mit der Gondelbahn Laurin I und dem Sessellift König Laurin II. Im Winter stellen Gondelbahn und Sessellift die Anbindung an das Skigebiet Carezza – Karersee her.
Zu Fuß sind es vom Nigerpass (1.690 m) etwa 1¾ Stunden, von der Frommeralm (1.743 m) etwa 1½ Stunden, jeweils auf gut ausgebauten Wegen. Nach Süden führt der Hirzelsteig in 1¼ Stunden zur Paolina-Hütte (2.125 m). Zum Christomannos-Denkmal (2.350 m) sind es 1¾ Stunden. Nach Norden geht es über den Santnerpass-Klettersteig zur Santnerpasshütte (2.734 m), dem Einstieg zum Normalweg auf die Rosengartenspitze. Ein beschwerlicher Weg verläuft über das Tschagerjoch (2.650 m) und den Hauptkamm nach Osten.
Gut zu wissen:
1899 erbaute die Sektion Rheinland des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins die Hütte. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie enteignet und 1924 der Sektion Verona des Club Alpino Italiano (CAI) übergeben. Die Sektion benannte sie nach Aleardo Fronza, ihrem im Krieg gefallenen Präsidenten. Nach einem Brand 1966 entstand ein Neubau, der 1969 vollendet wurde.
Seit 1999 gehört die Hütte mit 24 weiteren enteigneten Schutzhütten der Autonomen Provinz Bozen. Als Ersatz baute die Sektion Rheinland das Kölner Haus in der Samnaungruppe.