Bergsteigerschule Watzmann
Berghütte CAI

Grasleitenhütte

2.134m 🇮🇹
46.485, 11.630 Italien
Betten: 70
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung

Erste Hütte der Rosengartengruppe im Grasleitental

Das Land Südtirol verwaltet die Grasleitenhütte, italienisch Rifugio Bergamo al Principe, seit 2015 mit Unterstützung einer paritätischen Kommission aus Alpenverein Südtirol (AVS) und Club Alpino Italiano (CAI). Auf 2.134 m liegt die Schutzhütte im Grasleitental (Valle del Ciamin) in der Rosengartengruppe der Dolomiten, im Naturpark Schlern-Rosengarten und auf dem Gebiet der Gemeinde Tiers. Die grünen Hänge ringsum heißen im Volksmund Grasleiten.

Talaufwärts schließt der Grasleitenkessel an. Über der Hütte ragen der Kesselkogel (3.004 m), der Pizzo di Valbona (2.802 m), die Roterdspitze (2.655 m) und der Torre del Principe auf.

Übernachten auf der Grasleitenhütte

Die Grasleitenhütte hat 70 Schlafplätze. Für die Wintersaison gibt es einen Winterraum mit 6 Schlafplätzen.

Zustieg zur Grasleitenhütte

Von Tiers führt der Weg über die Malga Ciamin (1.184 m) in etwa 3 Stunden zur Hütte. Trittsicherheit ist nötig. Alternativ steigt man von St. Zyprian durch das Tschamintal oder vom Schlern aus jeweils über das Bärenloch zur Hütte auf. Von der Seiser Alm kommt man über die Rosszahnscharte und den Molignon-Pass herauf.

Zur Grasleitenpasshütte (Rifugio Passo Principe) sind es etwa 40 Minuten, zur Tierser-Alpl-Hütte etwa 1 Stunde 15 Minuten. Der Übergang zum Rifugio Vajolet dauert etwa 1 Stunde 45 Minuten, der zum Rifugio Antermoia etwa 2 Stunden.

Gut zu wissen:

Am 9. September 1887 übergab die Sektion Leipzig des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins die Hütte mit 24 Schlafplätzen. Sie war die erste in der Rosengartengruppe, den Bauplatz hatte man dank Johann Santner kostenlos erhalten. Seit 1890 bewirtschaftet, wurde die Hütte 1897 erweitert und hatte 1909 nach einer weiteren Vergrößerung 17 Zimmer mit 58 Schlafplätzen. Ein Jahr später kamen drei Zimmer hinzu, 1911 eine Verbindung per Fernsprecher nach Tiers.

Nach dem Ersten Weltkrieg nahm das Königliche Italienische Heer die Hütte in Beschlag. 1921 wurde sie enteignet und der Sektion Bergamo des CAI übergeben. 1999 ging sie mit 24 weiteren enteigneten Schutzhütten in das Eigentum der Autonomen Provinz Bozen über.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Sattel 2.240 m

Sellajoch

Das Sellajoch verbindet auf 2.240 m das Val di Fassa mit dem Grödner Tal zwischen Sellagruppe und Sassolungo. Der Pass ist zentraler Ausgangspunkt für Klettersteige und Wanderungen in beide Dolomiten-Massive.

Sattel 2.734 m

Santnerpass

Der Santnerpass liegt auf 2.734 m zwischen Eggental und Vajolettal im Rosengarten-Massiv. Der gleichnamige Klettersteig gilt als Dolomiten-Klassiker mit technisch anspruchsvoller Route durch Absturzgelände. Der Pass verbindet mehrere Täler und bietet Zugang zu den berühmten Vajolet-Türmen.

Sattel 2.277 m

Forcella Ambrizzola

Die Forcella Ambrizzola liegt auf 2.277 m zwischen Val Fiorentina und Val del Boite. Der Pass bildet einen strategischen Knotenpunkt der Alta Via 1 der Dolomiten. Von hier eröffnet sich das Panorama auf Monte Pelmo und Becco di Mezzodì.

Gipfel 2.371 m

Monte Castello

Der Monte Castello erhebt sich auf 2.371 m im Gebiet des Valparolapasses in den Dolomiten. Er liegt oberhalb von Livinallongo del Col di Lana, zwischen dem Passübergang und dem Col di Lana.

Schutzgebiet

Naturpark Drei Zinnen

Der Naturpark Drei Zinnen erstreckt sich über 11.891 ha in den östlichen Dolomiten zwischen Pustertal und Sextental. Das 1981 gegründete Schutzgebiet umfasst die namensgebenden Drei Zinnen und die Dreischusterspitze als höchsten Gipfel mit 3.145 m. Seit 2009 ist der Park Teil des UNESCO-Welterbes Dolomiten.

Sattel

Molignonpass

Der Molignonpass auf etwa 2.600 m verbindet die Tierser Alpl Hütte mit der Grasleitenpasshütte im Rosengarten-Gebiet. Die Route führt über seilgesicherte Felsstellen und erfordert Trittsicherheit. Der Pass dient als Knotenpunkt zwischen der Seiser Alm und dem Val di Vaiolet.

Gipfel 2.655 m

Antoniusspitze

Die Antoniusspitze erhebt sich auf 2.655 m in der Fanesgruppe der Dolomiten. Der Berg mit seinen markanten Schuttflanken zählt zu den auffälligsten Gestalten oberhalb der Kleinfanesalm. Das Massiv steht im Naturpark Fanes-Sennes-Prags unter Schutz.

See 2.159 m

Limosee

Der Limosee liegt auf 2.159 m in einem Almkessel im Fanestal der Dolomiten. Der türkisgrün schimmernde Bergsee ist etwa 250 m lang und 120 m breit. Er bildet eine beliebte Wanderstation am Dolomiten Höhenweg 1.

Sattel 1.636 m

Kreuzbergpass

Der Kreuzbergpass liegt auf 1.636 m zwischen Südtirol und Venetien und verbindet das Sextental mit dem Cadore. Der Pass bildet die Wasserscheide zwischen Sextner Bach und Padola. Die Via Claudia Augusta Altinate führte bereits in römischer Zeit über diesen strategisch wichtigen Übergang.

Sattel 2.685 m

Langkofelscharte

Die Langkofelscharte liegt auf 2.685 m zwischen Langkofel und Plattkofel in den Dolomiten. Der Pass dient als wichtiger Übergang im Wanderwegenetz und Ausgangspunkt für Klettersteige. Auf der Scharte steht die Toni Demetz Hütte, errichtet 1954 zum Gedenken an einen verunglückten Bergführer.

See 1.494 m

Pragser Wildsee

Der Pragser Wildsee liegt auf 1.494 m im Naturpark Fanes-Sennes-Braies. Das türkisfarbene Gewässer gilt als einer der schönsten Bergseen der Dolomiten. Der See dient als Ausgangspunkt für Wanderungen zur Sennes-Hochfläche.

Gipfel 3.225 m

Tofana di Rozes

Die Tofana di Rozes erhebt sich auf 3.225 m als südlichster der drei Tofana-Gipfel westlich von Cortina d'Ampezzo. Der Berg ist berühmt für seine imposante 800 m hohe Südwand, eine der eindrucksvollsten Felswände der Dolomiten.