DAV-Schutzhütte am Ende des Rainbachtales
Am Nordhang der Rainbachspitze, im Salzburger Teil der Zillertaler Alpen, liegt auf 2.374 m die Richterhütte. Sie steht am Ende des Rainbachtales, umgeben von den Gipfeln der Reichenspitzgruppe, und gehört der Sektion Bergfreunde Rheydt des Deutschen Alpenvereins (DAV). Sie liegt in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern, etwa 600 Meter tiefer als die Gamsscharte und östlich davon.
Auf der fünftägigen „Dreiländertour“ im Zillertal übernachten wir hier. Rund um die Hütte stehen Reichenspitze (3.303 m), Gabler (3.263 m), Rainbachspitze (3.130 m) und Richterspitze (3.054 m).
Übernachten auf der Richterhütte
Die Richterhütte hat 51 Schlafplätze: 12 in Zweibettzimmern, 4 in einem Mehrbettzimmer und 35 im Matratzenlager. Bewirtschaftet ist sie von Mitte Juni bis Mitte September. Es gibt zwei Gaststuben, einen beheizten Trocken- und Schuhraum und seit 2019 elektrisch beheizte Sanitäranlagen im Erdgeschoss. Strom liefert ein eigenes Wasserkraftwerk mit bis zu 27 kW. Waren gelangen per Materialseilbahn zur Hütte. Der Winterraum in einem eigenen Gebäude hat eine Koch- und Heizmöglichkeit mit Brennholz.
Zustieg zur Richterhütte
Talort ist Krimml. Vom Krimmler Tauernhaus führt ein mittelschwerer Bergweg durch das Rainbachtal zur Hütte, streckenweise ist es ein schmaler Fahrweg. Zur Zittauer Hütte geht es über die Rosskarscharte (2.689 m). Zur Plauener Hütte gibt es zwei Wege: über die Gamsscharte (2.976 m) mit Klettersteig im Schwierigkeitsgrad B–C oder über Windbachscharte, Eissee und Zillerplattenscharte. Über Windbachscharte und Krimmler Tauern sind auch die Birnlückenhütte und die Neugersdorfer Hütte erreichbar.
Gut zu wissen:
Der Textilfabrikant Anton Franz Richter ließ auf eigene Kosten den Fahrweg durch das Rainbachtal anlegen. 1896 zerstörte eine Lawine den ersten Rohbau. Am 12. August 1897 wurde die Hütte 300 Meter weiter talwärts eröffnet, mit einer Kegelbahn, die mit Samt ausgekleidet war. Den heutigen, dritten Bau eröffnete Richard Richter 1928. Die Bergfreunde Rheydt erweiterten ihn 1970 und sanierten ihn 2019 umfassend.