Grenzhütte am Pfitscher Joch in den Zillertaler Alpen
Das Pfitscherjoch Haus, italienisch Rifugio Passo di Vizze, liegt auf 2.276 m an der Südseite des Pfitscher Jochs im Hauptkamm der Zillertaler Alpen. Über diesen Kamm verläuft die Grenze zwischen Italien und Österreich, zwischen Südtirol und Tirol. Im Sommer ist die Hütte bewirtschaftet. Seit 2008 führt die Betreiberfamilie sie in fünfter Generation.
Auf der „Alpenüberquerung von Garmisch nach Cortina“ und auf deren Fortsetzung, der „Alpenüberquerung von Garmisch nach Cortina Teil 2“, übernachten wir hier. Auch die Etappe 11 des Traumpfads München–Venedig führt an der Hütte vorbei. Gipfelziele in der Umgebung sind die Hohe Wand (3.289 m), der Hochsteller (3.097 m) und die Grabspitze (3.059 m).
Übernachten auf dem Pfitscherjoch Haus
Die Hütte hat 30 Schlafplätze. Seit dem Umbau im Sommer 2012 haben einige Zimmer Dusche und WC. Dazu kommen eine Biosauna mit Ausblick und ein abschließbarer Radraum mit Stellplätzen für etwa 30 Mountainbikes und eigener Werkbank, der zugleich als Schuhraum dient.
Zustieg zum Pfitscherjoch Haus
Vom Schlegeis Stausee (1.800 m) sind es rund 2,5 Stunden und 500 Hm zur Hütte. Im Pfitscher Tal fährt von Ende Juni bis Mitte September der Shuttlebus Pfitscher Joch ab der letzten Bushaltestelle bei den Angerhöfen über Stein und die Parkplätze an den Kehren 3 und 4 hinauf. Das obere Teilstück der Zufahrtsstraße darf nur mit Sondergenehmigung befahren werden.
Übergänge gibt es zur Dominikushütte (1.805 m, etwa 2 Stunden), zum Rifugio Venna alla Gerla (2.693 m, etwa 3 Stunden), zum Rifugio Gran Pilastro (2.710 m, etwa 4 Stunden) und zur Olpererhütte (etwa 6 Stunden).
Gut zu wissen:
Alois Rainer, Wirt des Knappenhofes in St. Jakob in Pfitsch, baute ab 1888 die erste Schutzhütte, die 1890 mit 28 Schlafplätzen eröffnete. Nach dem Neubau ab 1972 gab es seit 1973 Tagesbetrieb und seit 1977 auch Übernachtungen. Seit 1992 leitet eine 3,3 km lange Kanalleitung das Abwasser nach Stein (1.460 m) in das öffentliche Netz der Gemeinde Pfitsch.