SAC-Hütte am Tiefengletscher über der Furkapassstrasse
Südlich des Winterstocks in den Urner Alpen liegt auf 2.542 m die Albert Heim Hütte, am Fuß des Tiefengletschers. Die Schutzhütte gehört der Sektion Uto des Schweizer Alpen-Clubs (SAC). Westlich erheben sich die Bielenhörner und der Galenstock. Oberhalb der Furkapassstrasse ist die SAC-Hütte Ausgangspunkt für Touren: im Sommer für Hochtouren und Klettertouren, im Winter für Skitouren.
Auf der „Urner Haute Route“ von Andermatt nach Engelberg übernachten wir hier. Der Galenstock ist im Sommer eine klassische Hochtour und im Winter eine Skitour über den Tiefengletscher. Weitere Ziele sind der Winterstock (3.203 m) und, als Skitour, das Kleine Bielenhorn. An der Grauen Wand, am Gletschhorn und an den Bielenhörnern gibt es Klettertouren von unterschiedlichstem Charakter und Schwierigkeit.
Übernachten auf der Albert Heim Hütte
Die Hütte hat 64 Schlafplätze. 2019 wurde sie renoviert.
Zustieg zur Albert Heim Hütte
Von Tiefenbach an der Furkapassstrasse sind es auf einem markierten Wanderweg 1,5 Stunden zur Hütte.
Im Winter ist die Passstrasse gesperrt. Dann beginnt der Aufstieg in Realp und dauert drei Stunden.
Ein Übergang, der unter dem Namen „Nepali-Highway“ läuft, verbindet die Hütte mit der Sidelen-Hütte.
Gut zu wissen:
Benannt ist die Hütte nach dem Alpenforscher und Geologieprofessor Albert Heim. Er war seit 1888 Ehrenmitglied der Sektion Uto. Auf seinen Vorschlag wurde der Standort gewählt, und bei der Einweihung am 22. September 1918 war er selbst dabei.
Der Hüttenbau kostete insgesamt 28'300.95 Franken. Der erste Bau war für 18 Schlafplätze ausgelegt. Im Jahr 1936 wurde die Hütte auf 40 Plätze erweitert, 1971 dann nach Plänen von Jakob Eschenmoser auf 80 Plätze. Bei der Renovierung 2019 wurde die Bettenzahl wieder reduziert.