Schutzhütte auf dem Schlern in den Dolomiten
Die Sektion Bozen des Club Alpino Italiano (CAI) ist Eigentümerin des Schlernhauses und hat die Hütte verpachtet. Auf 2.457 m liegt die Schutzhütte in den italienischen Dolomiten, oben auf dem Schlern, der als Symbolberg Südtirols bezeichnet wird. Das Gebäude hat feste Mauern, Türmchen und Erker. Für Mehrtagestouren im UNESCO-Welterbe ist das Schlernhaus Start- oder Endpunkt.
Eine Zufahrtsstraße gibt es nicht, Gäste kommen nur zu Fuß herauf. Lebensmittel und Material bringt eine Materialseilbahn, bei Bedarf ein Helikopter.
Übernachten auf dem Schlernhaus
Die Hütte hat 110 Schlafplätze: 30 Betten in Einzel- und Doppelzimmern sowie 80 Lagerbetten in Zimmern vom Dreibettzimmer bis zum Lager mit 14 Plätzen. Außer im Lager haben alle Betten Bettwäsche, Kissen und Federbett. Im Lager gibt es eine bezogene Matratze, ein Kissen und zwei Decken, dort ist ein Hüttenschlafsack Pflicht. Dusche, WC und Waschgelegenheiten sind auf der Etage, die Münzdusche läuft nur, solange das Wasser reicht. Die Zimmer werden nicht beheizt, nur in den Stuben steht ein Stubenofen.
Zustieg zum Schlernhaus
Mehrere Routen führen zur Hütte, etwa von der Seiser Alm. Der kürzeste Zustieg dauert nicht ganz drei Stunden. Ein weiterer Weg führt über das Tierser Alpl herauf. Wegen der Parkplatz-Regelung auf der Seiser Alm empfiehlt es sich, vor der Wanderung bei Seiser Alm Marketing oder der Seiser Alm Umlaufbahn nachzufragen.
Gut zu wissen:
1885 wurde die Santnerhanshütte als erstes Schlernhaus eröffnet, mit Küche, zwei Schlafsälen und Platz für 50 Menschen. 1896 baute ein Völser Wirt daneben das Masonerhaus, das 1903 verkauft wurde. 1897 erweiterte die Sektion Bozen ihre Hütte um ein größeres Gebäude, daher der Name Schlernhäuser. Die letzten Zubauten wie der Speisesaal waren 1908 fertig. Nach der Auflösung des Alpenvereins Bozen 1923 wurden die Schlernhäuser im Jahr darauf ohne Entschädigung beschlagnahmt.