Bergsteigerschule Watzmann
Berghütte CAI Sektion Meran

Berglhütte

2.188m 🇮🇹
46.527, 10.514 Italien
Betten: 26
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Trafoi

Schutzhütte am Bergl unter dem Ortler

Auf 2.188 m im Trafoital, am Bergl unterhalb des Pleißhorngrates, liegt die Berglhütte. Italienisch heißt sie Rifugio Borletti oder Rifugio Aldo e Vanni Borletti. Die Anhöhe gehört zum Nationalpark Stilfserjoch im Ortlergebiet. Die Schutzhütte ist ein wichtiger Stützpunkt für die Besteigung des Ortlers (3.905 m) über den Meraner Weg, der von hier in 8 Stunden zum Gipfel führt.

Neben dem Ortler-Normalweg im I. und II. Grad beginnen an der Berglhütte weitere Gipfeltouren. Zum Großen Eiskogel (3.547 m) und zum Kleinen Eiskogel (3.503 m) sind es jeweils 5 Stunden, zur Thurwieserspitze (3.652 m) 6,5 Stunden. Auch die Trafoier Eiswand und der Zebrù (3.735 m) sind Ziele von hier.

Übernachten auf der Berglhütte

Die Berglhütte hat 26 Schlafplätze. Bewirtschaftet ist sie meist von Juni bis Mitte Oktober.

Im Frühling öffnet die Hütte manchmal für Skitourengeher, die den Ortler über die Trafoier Eisrinne besteigen. Diese Skitour hat 1.800 Hm und dauert 7 Stunden.

Zustieg zur Berglhütte

Talort ist Trafoi. Von dort führt der Weg über die Wallfahrtskirche Heilige Drei Brunnen (1.605 m) in etwa 1,5 bis 2 Stunden zur Hütte.

Der Übergang zur Payerhütte (3.020 m) dauert 2,5 Stunden, der zur Tabarettahütte 6 Stunden. Erreichbar sind außerdem das Bivacco Pellicioli (3.236 m) und das Hochjochbiwak (3.535 m).

Gut zu wissen:

Am Bergl verlief die Route der Erstbesteiger des Ortlers über die Hinteren Wandlen. 1884 ließ Ferdinand Arning hier die Arninghütte mit vier bis fünf Schlafplätzen errichten.

Am 17. August 1897 eröffnete die Sektion Hamburg des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins den Neubau von Otto Schmid als Hamburger Hütte. Nach dem Ersten Weltkrieg enteignete der italienische Staat die Hütte. 1956 wurde sie mit Geld der Familie Borletti instand gesetzt und umbenannt.

Seit 1999 gehört sie dem Land Südtirol. Bis Ende 2010 betrieb sie die Sektion Meran des Club Alpino Italiano (CAI). Seit 2015 unterstützt eine Kommission aus Alpenverein Südtirol (AVS) und CAI das Land bei der Verwaltung.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.769 m

Monte Cevedale

Der Monte Cevedale erhebt sich auf 3.769 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Alto Adige. Als dritthöchster Gipfel der Ortler-Alpen bildet er einen wichtigen orographischen Knotenpunkt zwischen vier Tälern. Der Normalweg führt vom Rifugio Casati über den Gletscher zum Gipfel.

Dorf 1.906 m

Sulden

Sulden liegt auf 1.906 m im inneren Suldental und gilt als wichtigstes Basecamp für den Ortler. Das Bergdorf mit 400 Einwohnern bietet direkten Zugang zu den höchsten Gipfeln der Ortlergruppe. Vier Seilbahnen erschließen das Skigebiet zwischen 1.900 und 3.250 m.

Gipfel 3.905 m

Ortler

Der Ortler erhebt sich mit 3.905 m als höchste Erhebung Südtirols und der Ortler-Alpen. Der größtenteils aus Hauptdolomit aufgebaute, stark vergletscherte Berg gilt als bedeutendstes Gipfelziel der Ostalpen. Seine Erstbesteigung 1804 zählt zu den wichtigsten alpinistischen Ereignissen jener Zeit.

Gipfel 3.376 m

Suldenspitze

Die Suldenspitze erhebt sich mit 3.376 m im Hauptkamm der Ortler-Alpen an der Grenze zwischen Südtirol und der Lombardei. Der vergletscherte Gipfel liegt strategisch zwischen Suldental, Val Cedec und Martelltal. Als beliebtes Skitourenziel und Übergangsstation zwischen den Schutzhütten gilt er als technisch wenig anspruchsvoll.

Gletscher

Suldenferner

Der Suldenferner erstreckt sich mit 5,7 km² an den Ostflanken von Ortler, Monte Zebrù und Königspitze. Der stark schuttbedeckte Gletscher reicht bis unter 2.500 m hinab und liegt im Nationalpark Stilfserjoch.

Gletscher

Rosimferner

Der Rosimferner liegt zwischen Italien und der Schweiz im Ortlergebiet. Der Gletscher bildet den Zugang zum Rosimjoch und zur Vertainspitze. Über seine Firnfelder führt eine klassische Skitourenroute mit 1.700 Höhenmetern Abstieg.

Gipfel 3.678 m

Punta San Matteo

Die Punta San Matteo erhebt sich auf 3.678 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Südtirol. Der vergletscherte Gipfel gehört zur Cevedale-Pizzo Tresero Kette und gilt als einer der schönsten Skiberge der Region. Vom Gipfel entspringt ein Teil des Fornigletschers.

Gipfel 3.594 m

Pizzo Tresero

Der Pizzo Tresero erhebt sich auf 3.594 m im Ortlergebiet der Lombardei. Der Gipfel bildet den südöstlichen Abschluss der Kette der 13 Gipfel, die den Fornigletscher umrahmt. Die Nordwand gilt als eine der anspruchsvollsten der Region.

Gipfel 2.968 m

Piz Daint

Der Piz Daint (2.968 m) erhebt sich in der Umbrailgruppe westlich des Münstertals in Graubünden. Der Berg bildet die Wasserscheide zwischen dem nach Norden zum Inn entwässernden Val Mora und dem südwärts zur Etsch fließenden Val Müstair. Seine markante Gipfelpyramide macht ihn zu einem beliebten Skitourenziel.

Gipfel 3.276 m

Cima San Giacomo

Die Cima San Giacomo erhebt sich auf 3.276 m im Ortlergebiet an der italienisch-schweizerischen Grenze. Der Gipfel liegt in der Fornigruppe zwischen Punta San Matteo und Brancahütte. Die Nordrinnen bieten pulvrige Abfahrten für erfahrene Skitourengeher.

Gipfel 2.951 m

Piz Dora

Der Piz Dora erhebt sich auf 2.951 m zwischen Val Müstair und Val Mora im Kanton Graubünden. Der Berg gehört zur Umbrailgruppe und wird den Ortler-Alpen zugerechnet. Der Name wandelte sich von Piz d'Ora (Äußerer Gipfel) zum heutigen Piz Dora.

Gletscher

Schranferner

Der Schranferner liegt an den Veneziaspitzen in der Ortlergruppe im Martelltal. Der Gletscher dient als Aufstiegsroute zur Östlichen Veneziaspitze und führt durch teilweise spaltiges Gletschergelände. Unterhalb der Gletscherzunge befinden sich malerische Bergseen.