AVS-Schutzhütte im oberen Matscher Tal, Südtirol
Auf 2.670 m liegt die Oberetteshütte auf der östlichen Seite des oberen Matscher Tals, im Südtiroler Teil der Ötztaler Alpen. Betrieben wird die Schutzhütte von der Ortsgruppe Mals der Sektion Obervinschgau des Alpenvereins Südtirol (AVS). Die Hütte gehört zum Bergsteigerdorf Matsch. Von hier starten Hochtouren auf die Weißkugel (3.739 m) und den Inneren Bärenbartkogel (3.557 m).
Über den Oberettesferner und das Oberettesjoch ist die Schwemser Spitze in 4 Stunden erreichbar. Sie wird auch Oberettesspitze genannt und ist 3.459 m hoch. Nach Norden führt der Weg über die Höllerscharte zur Inneren und Äußeren Quellspitze, zur Weißkugel und zu den beiden Bärenbartkogeln. Für die Weißkugel sind 4½ Stunden angesetzt. Kürzer ist die Südliche Schwemmserspitze (3.296 m) mit 1½ Stunden. Zur Äußeren Quellspitze (3.385 m) und zur Freibrunner Spitze (3.355 m) sind es je 3 Stunden.
Übernachten auf der Oberetteshütte
Die Oberetteshütte hat 89 Schlafplätze, aufgeteilt auf zwei Bereiche mit 46 und 43 Plätzen. Auf den Tisch kommen regionale Bio-Produkte.
Zustieg zur Oberetteshütte
Talort ist Matsch. Von den Glieshöfen im Matscher Talschluss sind es etwa drei Stunden und 895 Hm zur Hütte. Übergänge führen zum Hochjochhospiz (2.413 m) und zur Schöne-Aussicht-Hütte (Rif. Bella Vista, 2.842 m) in je 6 Stunden sowie zur Weißkugelhütte (Rif. Pio XI, 2.557 m) in 8 Stunden. Über das Bildstöckljoch geht es ins Schnalstal.
Gut zu wissen:
Ein erstes Schutzhaus, die Carlsbader Hütte, weihte die Sektion Prag des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins 1883 ein. 1902 wurde es nach dem Karlsbader Stadtrat Franz Höller in Höllerhütte umbenannt. Nach dem Ersten Weltkrieg enteignete der italienische Staat das Schutzhaus und übergab es dem Club Alpino Italiano (CAI). 1945 brannte der Vorgängerbau bis auf wenige Mauerreste ab. Die heutige Hütte errichtete die Ortsgruppe Mals 1988 und benannte sie nach dem nahen Oberettesferner.