Denkmalgeschützte Alpenvereinshütte über dem Samertal
Im südlichen Karwendel, auf der Nordseite der Inntalkette, liegt die Pfeishütte auf 1.922 m im Almkessel der Pfeis oberhalb des Samertales. Die Schutzhütte gehört der Sektion Innsbruck des Österreichischen Alpenvereins. Zur Rumer Spitze (2.454 m) sind es von der Hütte 1¾ Stunden, zur Pfeiser Spitze (2.347 m) und zur Mandlspitze (2.366 m) je 1½ Stunden.
Auf der Tour „Wandern auf dem Karwendel Höhenweg“ übernachten wir hier. Auch bei anderen mehrtägigen Unternehmungen im Karwendel dient die Hütte als Übernachtungsort, und für Wanderer und Mountainbiker ist sie ein beliebtes Ausflugsziel.
Übernachten auf der Pfeishütte
Die Pfeishütte hat 60 Schlafplätze sowie Sanitäranlagen mit Warmwasser und Duschen. In den Gaststuben und Zimmerlagern sind die originalen Vertäfelungen aus Holz erhalten. Im Winter ist die Hütte geschlossen. Dann steht im Nebengebäude ein unverschlossener Winterraum bereit.
Zustieg zur Pfeishütte
Der Hauptaufstieg zur Pfeishütte führt von Scharnitz durch das Gleirschtal und das Samertal. Er dauert 5 Stunden, überwindet 958 Hm, ist leicht und auch mit dem Mountainbike befahrbar. Am kürzesten ist der Weg von der Station Hafelekar der Nordkettenbahn über den Goetheweg in 1½ Stunden. Aus dem Halltal sind es über die Herrenhäuser und das Stempeljoch 3 Stunden.
Über das Stempeljoch und das Lafatscher Joch dauert der Übergang zum Hallerangerhaus 3 Stunden. Zur Bettelwurfhütte sind es über den Innsbrucker Höhenweg 3½ Stunden. Schwer ist der Übergang zum Solsteinhaus über Goetheweg, Hafelekarspitze und Seegrube, er dauert 7 Stunden.
Gut zu wissen:
Zur Erschließung des südlichen Karwendels errichtete die Sektion Innsbruck die Hütte 1925/1926. Eröffnet wurde sie am 18. September 1927. Seit 1999 trägt sie das Umweltgütesiegel für Alpenvereinshütten, seit 2017 steht sie unter Denkmalschutz. Den Strom liefern Solaranlagen, eine vollbiologische Kläranlage reinigt das Abwasser, und das Trinkwasser kommt aus zwei Quellen.