Schutzhütte am Bödensee in der Lasörling-Gruppe
Die Neue Reichenberger Hütte liegt auf 2.586 m am Bödensee, in der Lasörling-Gruppe der Hohen Tauern in Österreich. Betrieben wird die Schutzhütte von der Sektion Reichenberg des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Für Touren in der Venediger- und Lasörling-Gruppe ist sie ein Stützpunkt, von dem aus mehrere Dreitausender in wenigen Stunden erreichbar sind.
Das nächste Gipfelziel ist der Bachlenkenkopf (2.759 m), 30 Minuten von der Hütte entfernt. Eine Stunde dauert der Weg auf die Gösleswand (2.912 m), jeweils 2 Stunden der auf die Finsterkarspitze (3.028 m) und auf die Reichenberger Spitze (3.030 m). Auf das Keesegg (3.173 m) sind es 4 Stunden. Zum Rotenmanntörl (2.997 m) braucht man 3 Stunden, der Weg am Schlussanstieg ist derzeit wegen eines Erdrutschs gesperrt.
Übernachten auf der Neuen Reichenberger Hütte
Die Hütte hat 54 Schlafplätze. Für den Notfall gibt es einen unbeheizten Winterraum im Windfang zwischen erster und zweiter Eingangstür, ohne jegliche Ausstattung.
Zustieg zur Neuen Reichenberger Hütte
Von Sankt Jakob in Defereggen führt der Hauptzustieg durch das Trojeralmtal in 4 Stunden und 1.200 Hm zur Neuen Reichenberger Hütte. Ab dem Parkplatz Ströden bei Hinterbichl sind es durch das Großbachtal ebenfalls 4 Stunden.
Über den Lasörlinghöhenweg dauert der Übergang zur Lasörlinghütte 5 Stunden, zur Lasnitzenhütte sind es 3½ Stunden. Weitere Übergänge führen zur Clarahütte, zur Lenkjöchlhütte, zur Bergerseehütte und zur Barmer Hütte.
Gut zu wissen:
Erbaut wurde die Neue Reichenberger Hütte1926 von Bergfreunden aus Reichenberg (Liberec) in der Tschechoslowakei, unter ihnen Rudolf Kauschka. Sie ersetzte die Reichenberger Hütte bei Cortina d'Ampezzo in Venetien, die als Folge des Ersten Weltkriegs enteignet worden war.