Alpenvereinshütte in der Großfragant, Goldberggruppe
Als Schutzhütte der Sektion Klagenfurt des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) liegt das Fraganter Schutzhaus auf 1.810 m in der Großfragant. Das Seitental der Fragant gehört zur Goldberggruppe in den Hohen Tauern. Im Sommer ist das Gebiet rund um die Hütte ein Ziel für Berg- und Familienwanderungen, im Winter für Skitouren.
Auf dem ersten Teil der „Alpenüberquerung Salzburg–Triest“ übernachten wir hier. Gipfelziele ab der Hütte sind der Stellkopf (2.851 m) in 2,75 Stunden, der Große Sadnig (2.745 m) in 3 Stunden und der Makerni (2.644 m) in 2,5 Stunden. Je 2 Stunden dauern Hirtenkopf (2.605 m), Striedenkopf (2.602 m) und Zeneberg (2.199 m), die Klenitzen (2.440 m) 1,5 Stunden.
Übernachten auf dem Fraganter Schutzhaus
Die Hütte hat 100 Schlafplätze. Ein Hüttenschlafsack ist erforderlich. Zum Hüttenkomplex gehört eine Jugendherberge: Ein Neubau ersetzte 2021 bis 2023 die Dr.-Widder-Jugendherberge von 1931/32.
Zustieg zum Fraganter Schutzhaus
Von Innerfragant (1.096 m) sind es 2 Stunden und 714 Hm zur Hütte. Länger ist der Weg ab Außerfragant (724 m) mit 3,5 Stunden und 1.086 Hm. Am kürzesten ist der Zustieg vom Grafenberg-Rollweg (1.740 m) mit 1 Stunde und 70 Hm. Über den Rollbahnweg dauert der Übergang zur Goldberghütte zwei Stunden. Über das Schobertörl und die Sadnigscharte führt ein Übergang zum Sadnighaus.
Gut zu wissen:
Ursprung der Hütte ist eine Kupferbergbausiedlung, die die Bundes-Montanverwaltung Mitte der 1920er Jahre aufließ. 1927 pachtete die Sektion Klagenfurt die Gebäude und baute das Verwaltungsgebäude zum Schutzhaus um. Eröffnet wurde es am 31. Juli 1927. Zwei Jahre später kaufte die Sektion den Komplex mit drei Hektar Grund. 1968 begann auf der Alm „Stille Klause“ ein Neubau, der am 6. Juni 1970 eröffnet wurde. 2004/05 folgte die Generalsanierung.