Schutzhütte am Frosnitzkees in der Venedigergruppe
Die Badener Hütte liegt auf 2.608 m am Frosnitzkees in der östlichen Venedigergruppe der Hohen Tauern. Betrieben wird die Schutzhütte der Kategorie I von der Sektion Baden des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Sie ist Station am Venediger Höhenweg. Von der Terrasse geht der Blick auf die Gletscherzunge und die Felsflanken der Kristallwand (3.310 m).
Auf der Bergwanderung „Der Adlerweg Osttirol Teil 1“ übernachten wir hier. Ab der Hütte führt eine Gletschertour über Frosnitz- und Schlatenkees in 5 bis 6 Stunden auf den Großvenediger (3.657 m). Auf die Kristallwand sind es 3½ Stunden, entweder über das Frosnitzkees oder ohne Gletscherkontakt über den Südostgrat.
Übernachten auf der Badener Hütte
Die Badener Hütte hat 52 Schlafplätze und Duschen. Bewirtschaftet ist sie von Ende Juni bis Mitte September, den Strom liefert ein Kleinkraftwerk. Die Winterhütte für bis zu acht Personen ist immer offen und beheizbar. Ein Alpenvereinsschlüssel ist nicht notwendig.
Zustieg zur Badener Hütte
Von Gruben (1.164 m) bei Matrei in Osttirol sind es durch das Froßnitztal 5 Stunden zur Hütte. Gruben ist mit dem Auto und mit Linienbussen über die Felbertauernstraße erreichbar. Vom Matreier Tauernhaus (1.512 m) geht es durch das Gschlößtal über das Löbbentörl (2.770 m) in 6 Stunden herauf.
Der Übergang zur Bonn-Matreier Hütte über die Galtenscharte (2.884 m) dauert 4 bis 5 Stunden. Bei Vereisung oder Schnee ist er heikel oder nicht möglich. Zum Defreggerhaus (2.962 m) führt eine Gletschertour über das Frossnitztörl (3.114 m) in 3 bis 5 Stunden. Die Wanderwege 924A und 924B zur Kristallwand sind wegen Felssturz gesperrt.
Gut zu wissen:
Den Bau regte 1908 Ralf Malcher an, der erste Hüttenwart der Sektion. In Mödling entstand 1910 der Rohbau, ein Jahr später kam er an den heutigen Platz. Fertiggestellt wurde die Hütte am 11. Oktober 1911, eröffnet am 1. Juli 1912.