Bergsteigerschule Watzmann
Berghütte SAC Sektion Zofingen

Vermigelhütte

2.042m 🇨🇭
46.595, 8.658 Schweiz
Betten: 36
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Schweizer Franken Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Andermatt

SAC-Hütte im Unteralptal oberhalb von Andermatt

Auf 2.041 m, zuhinterst im Talboden des Unteralptals, liegt die Vermigelhütte der Sektion Zofingen des Schweizer Alpen-Clubs (SAC). Ihr Standort auf Sunnsbiel gehört zum Kanton Uri. Die Hütte steht in der Gotthardgruppe, einem Gebirgsmassiv, in dem Rhone, Rhein, Reuss und Ticino entspringen. Gipfelziele in der Umgebung sind der Piz Ravetsch (3.007 m) und der Pizzo Centrale (2.999 m).

Auf dem „Vier-Quellen-Weg in der Zentralschweiz“ übernachten wir hier. Die fünftägige Bergwanderung bringt Wandernde zu den Quellgebieten dieser vier Flüsse.

Übernachten auf der Vermigelhütte

Die Vermigelhütte hat 36 Schlafplätze, dazu kommt ein Winterraum. Bewartet ist sie im Sommer von Anfang Juli bis Ende September. Im Winter ist sie von Januar bis Ostern an den Wochenenden bewartet.

Zustieg zur Vermigelhütte

Von Andermatt sind es durch das Unteralptal etwa 2,5 Stunden und 630 Hm zur Hütte. Vom Oberalppass geht es über den Maighelspass in rund 4 Stunden hierher, vom Gotthardpass über den Sellapass in rund 5,5 Stunden.

Ab der Bergstation der Luftseilbahn auf den Gemsstock (2.961 m) verläuft eine alpine Route in 2,5 bis 3 Stunden zur Hütte. Sie ist weiss-blau-weiss markiert und mit T4 nach der SAC-Wanderskala bewertet.

Übergänge gibt es über den Lolenpass (2.399 m) oder den Maighelspass (2.421 m) ins Val Maighels. Über den Unteralppass (2.573 m) geht es ins Val Canaria im Tessin. Dieser Weg ist wenig begangen und hat teilweise nur Wegspuren.

Gut zu wissen:

1946 erhielt die Sektion Zofingen eine nicht mehr benötigte Militärunterkunft im Gebiet von Vermigel. Diese war an eine Felswand gebaut, bekam wenig Sonnenlicht und lag im Winter ganz unter Schnee. Auf Initiative von Hüttenchef Robert Wülser entstand 1971 die Wasserversorgung.

Von 1972 bis 1974 bauten die Mitglieder der Sektion in Fronarbeit und dank vieler Spenden die neue Hütte auf Sunnsbiel. Sie wurde im Herbst 1974 eingeweiht und behielt ihren Namen. Die alte Unterkunft ist heute in Privatbesitz. Die Alpenkranzroute führt rund um den Kanton Uri und umfasst 40 Verbindungsrouten. Die Vermigelhütte ist Etappenort der Verbindungsrouten 20/21 dieser Alpenkranzroute.

Ziele in der Region

Seilbahn 1.437 m

Andermatt

Andermatt liegt auf 1.444 m Höhe im Urserntal und gilt als alpines Drehkreuz der Schweizer Alpen. Das Bergdorf ist Ausgangspunkt für Skitouren in die Gotthardgruppe und bekanntes Freeride-Zentrum am Gemsstock.

Gipfel 2.999 m

Pizzo Centrale

Der Pizzo Centrale erhebt sich mit 2.999 m an der Kantonsgrenze zwischen Uri und Tessin in den Lepontiner Alpen. Der knapp unter der 3.000-Meter-Marke liegende Gipfel gehört zur Gotthardgruppe. Vom Gipfel reicht der Blick ins Tessin und ins westlich gelegene Goms.

Seilbahn 2.955 m

Gemsstock

Der Gemsstock erhebt sich auf 2.955 m südlich von Andermatt in der Gotthard-Gruppe. Eine Luftseilbahn erschließt den Berg als Teil der Skiarena Andermatt-Sedrun. Das Freeride-Terrain gilt als eines der vielseitigsten der Zentralschweiz.

Gipfel 2.739 m

Pazolastock

Der Pazolastock erhebt sich auf 2.739 m südwestlich des Oberalppasses in der Gotthard-Gruppe. Der Gipfel liegt auf der Kantonsgrenze zwischen Uri und Graubünden. Als beliebtes Skitourenziel bietet er Panoramablicke über die westliche Surselva.

Sattel 2.480 m

Nufenenpass

Der Nufenenpass verbindet auf 2.480 m das Wallis mit dem Tessin und trennt die Gotthard-Gruppe von der Leone-Gruppe. Die 1969 eröffnete Passstraße ist die höchstgelegene komplett in der Schweiz. Östlich der Passhöhe entspringt der Ticino.

Sattel 2.106 m

Gotthardpass

Der Gotthardpass auf 2.106 m verbindet Andermatt im Kanton Uri mit Airolo im Tessin. Als einer der wichtigsten Alpenübergänge prägte er seit dem Mittelalter die Entwicklung der Schweiz. Heute führt der Vier-Quellen-Weg über die historische Passhöhe.

Gipfel 2.932 m

Rothorn

Das Rothorn erhebt sich auf 2.932 m in den Lepontiner Alpen im Kanton Uri. Der Gipfel liegt nahe der Tessiner Grenze und thront zusammen mit Gemsstock und Chastelhorn über dem Bergdorf Andermatt.

Dorf 1.493 m

Hospental

Hospental liegt im Urserental zwischen Andermatt und Realp am Zusammenfluss von Furkareuss und Gotthardreuss. Das Dorf bildete sich um eine im 9. oder 10. Jahrhundert gegründete Herberge. Der markante Turm der Herren von Hospental stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Quelle

Rheinquelle

Die traditionelle Rheinquelle liegt im Gotthardmassiv am Tomasee. Der Rein da Tuma entspringt bereits 1,4 Kilometer oberhalb des 300 Meter langen Bergsees. Hydrologisch gesehen gibt es jedoch mehrere gleichwertige Quellflüsse des Rheins.

Gipfel 3.024 m

Chli Muttenhorn

Das Chli Muttenhorn erhebt sich auf 3.024 m in den Lepontinischen Alpen an der Grenze zwischen Wallis und Uri. Der Gipfel gehört zur Muttenhörner-Gruppe und wird vom benachbarten Gross Muttenhorn um 75 Höhenmeter überragt. Über den nordwestlichen Flanken liegt der Muttgletscher oberhalb von 2.600 m.

Archäologische Stätte

Castello di Serravalle

Das Castello di Serravalle kontrollierte strategisch den Zugang zum Lukmanierpass im Bleniotal. Die Burganlage wurde zwischen 900 und 1402 in zwei Bauphasen errichtet und wieder zerstört. Heute sind die restaurierten Ruinen mit der Kirche Santa Maria di Castello zugänglich.

Gipfel 3.085 m

Witenwasserenstock

Der Witenwasserenstock erhebt sich auf 3.084 m an der Grenze zwischen Uri und Wallis. Der Gipfel liegt im westlichen Teil der Gotthard-Gruppe der Westalpen. Nur 224 m entfernt befindet sich das Dreiländereck mit dem Kanton Tessin auf 3.025 m.

Reisen mit Vermigelhütte