Bergsteigerschule Watzmann
Berghütte SAC Sektion Blüemlisalp

Baltschiederklause

2.783m 🇨🇭
46.395, 7.890 Schweiz
Betten: 76
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Schweizer Franken Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Ausserberg, Eggerberg

Abgelegene SAC-Hütte zuhinterst im Baltschiedertal

Zuhinterst im Baltschiedertal, in der Gemeinde Baltschieder im Wallis, liegt auf 2.783 m die Baltschiederklause. Die Hütte in den Berner Alpen gehört der Sektion Blüemlisalp des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) und zählt zu dessen abgelegenen Hütten. Wegen des langen Zustiegs wird ein Besuch zur Zweitagestour. Rund um die Hütte ragen Stockhorn (3.212 m), Bietschhorn (3.934 m), Breithorn (3.784 m) und Strahlhorn (3.201 m) auf.

Gipfelziele von der Hütte aus sind das Bietschhorn und das Jägihorn (3.407 m). In der Umgebung gab es seit dem Ersten Weltkrieg Versuche, Molybdän-Erz abzubauen. Im Zweiten Weltkrieg arbeiteten 80 Männer im Bergwerk und förderten etwa 28 Tonnen Erz, weitere Versuche in den 1960er und 1970er Jahren blieben erfolglos. Das Barackendorf auf dem Galkichumma-Hang (2.600 m) zerfällt mehr und mehr.

Übernachten auf der Baltschiederklause

Die Hütte hat 76 Schlafplätze. Ein Winterraum steht ganzjährig zur Verfügung. Von Anbeginn bis 2006 bewartete dieselbe Familie die Hütte.

Zustieg zur Baltschiederklause

Von der Bahnstation Ausserberg sind es 6,5 Stunden zur Hütte. Zunächst geht es auf der Strasse bis auf 1.264 m, dann wählt man entweder den 1,6 km langen Stollen (T2, Lampe erforderlich) oder den Weg entlang der alten Niwärch-Wasserleitungen (T4, Schwindelfreiheit vorausgesetzt). Mit Sonderbewilligung ist die Autofahrt bis Choruderri möglich. Das verkürzt den Anstieg um etwa eine Stunde. Ab Eggerberg führt der Weg über Eggen, die Suone Gorperi, Ze Steinu und Hobitzu in 6 Stunden zur Hütte (T2). Den Bau einer Seilbahn hat man aus Gründen des Landschaftsschutzes untersagt.

Gut zu wissen:

Ihren Namen trägt die Baltschiederklause nach dem Industriellen Julius Klaus (1849–1920) aus Uster. Er vermachte dem SAC 30'000 Franken für einen Hüttenbau, unter zwei Bedingungen: Die Hütte sollte in der deutschsprachigen Schweiz stehen und seinen Namen tragen. 1922 entstand sie auf rund 6 × 5 Metern mit 25 Schlafplätzen. 1981/1982 folgten der Ausbau auf 40 Plätze und die Verschiebung des Eingangs, 1997 die Erweiterung auf die heutige Größe. Kamen in den 1920er Jahren durchschnittlich 150 Berggänger pro Jahr, waren es in den frühen 2000er Jahren 1.200 Besucher pro Saison.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Sattel 3.471 m

Jungfraujoch

Das Jungfraujoch liegt auf 3.471 m zwischen Mönch und Jungfrau in den Berner Alpen. Der stark überfirnte Sattel ist Endstation der höchsten Bahnverbindung Europas. Von hier führt der Zugang zum Großen Aletschgletscher und Konkordiaplatz.

Dorf

Grindelwald

Grindelwald liegt auf 1.050 m im Talkessel der Schwarzen Lütschine unter Eiger, Mönch und Jungfrau. Das Bergsteigerdorf ist Ausgangspunkt für Hochtouren auf die berühmten Viertausender der Berner Alpen. Die Jungfraubahn erschließt das hochalpine Gelände bis zum Jungfraujoch.

Gipfel 3.970 m

Eiger

Der Eiger erhebt sich 3.970 m hoch in den Berner Alpen zwischen Grindelwald und Lauterbrunnen. Mit der berüchtigten Nordwand zählt er zu den dramatischsten Gipfeln der Schweiz. Das Dreigestirn mit Mönch und Jungfrau prägt die Landschaft des Berner Oberlandes.

Gipfel 4.107 m

Mönch

Der Mönch erhebt sich auf 4.107 m als mittlerer Gipfel des berühmten Dreigestirns mit Eiger und Jungfrau. Die Erstbesteigung gelang 1857 Christian Almer und seinem Team über den Südarm des Ostgrates. Der Normalweg führt in 3 Stunden von der Mönchsjochhütte über Fels und Firn zum Gipfel.

Gletscher

Konkordiaplatz

Der Konkordiaplatz liegt zwischen 2.700 und 2.800 m Höhe südlich der Jungfrau. Hier fließen vier große Gletscher zusammen und bilden den Großen Aletschgletscher. Das Eis erreicht eine Mächtigkeit von über 900 m.

Sattel 3.128 m

Beichpass

Der Beichpass liegt auf 3.128 m zwischen dem Oberaletschgebiet und dem Lötschental in den Berner Alpen. Er ermöglicht eine alpine Überquerung zwischen zwei Talschaften in hochalpiner Gletscherumgebung. Der Pass wird sowohl als Hochtour im Sommer als auch als anspruchsvolle Skitour begangen.

Gipfel 4.078 m

Schreckhorn

Das Schreckhorn erhebt sich auf 4.078 m als nördlichster Viertausender Europas in den Berner Alpen. Der technisch anspruchsvollste Viertausender der Berner Alpen besteht aus Erstfeldergneis des Aarmassivs. Die Erstbesteigung gelang 1861 durch Leslie Stephen und drei Bergführer.

Sattel 3.884 m

Rottalsattel

Der Rottalsattel liegt auf 3.884 m zwischen Jungfraujoch und Jungfrau. Er dient ausschließlich als Etappe für den Normalweg auf die Jungfrau über den Südostgrat. Der Pass ist alpinhistorisch bedeutsam und war Schauplatz mehrerer Bergsteigerdramen.

Gipfel 4.158 m

Jungfrau

Die Jungfrau erhebt sich mit 4.158 m als dritthöchster Gipfel der Berner Alpen und bildet mit Eiger und Mönch das berühmte Berner Dreigestirn. Der Berg liegt an der Grenze zwischen den Kantonen Bern und Wallis und ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch.

See 2.303 m

Oberaarsee

Der Oberaarsee liegt auf 2.303 m unterhalb des Oberaargletschers im Berner Oberland. Als höchstgelegener Stausee im Quellgebiet der Aare speist er die Kraftwerke der Oberhasli AG. Der 2,8 km lange See ist seit 1953 aufgestaut.

Sattel 3.658 m

Louwitor

Das Louwitor liegt auf 3.658 m zwischen Kranzberg und Gletscherhorn in den Berner Alpen. Der Gletscherübergang verbindet das Jungfraujoch mit dem Aletschfirn und dient als direktere Alternative zur klassischen Lötschenlückentour.

Gipfel 4.195 m

Aletschhorn

Das Aletschhorn ist mit 4.195 m die zweithöchste Erhebung der Berner Alpen. Der vergletscherte Gipfel liegt im UNESCO-Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn. Er gilt als kältester Berg der Alpen.