ÖAV-Schutzhütte am Untersberg hoch über Salzburg
Das Zeppezauerhaus der Sektion Salzburg des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) liegt auf 1.663 m knapp unterhalb des Geierecks auf der Nordseite des Untersbergs. Die Schutzhütte in den Berchtesgadener Alpen steht hoch über Salzburg, nur wenige Meter von der Grenze zum Berchtesgadener Land entfernt. Die Umgebung eignet sich für Kletterer und Höhlenforscher.
Auf der „Untersbergrunde“ bei Berchtesgaden übernachten wir hier. Weitwanderer am Rupertiweg nutzen die Hütte ebenfalls als Stützpunkt. Zum Salzburger Hochthron (1.853 m) sind es über das Geiereck 30 Minuten, zum Berchtesgadener Hochthron (1.972 m) über das Plateau 3,5 Stunden.
Übernachten auf dem Zeppezauerhaus
Die Hütte hat 21 Schlafplätze, aufgeteilt auf zwei Bereiche mit 14 und 7 Plätzen. Dazu kommen moderne Sanitäranlagen. Energie gewinnt die Hütte mit eigenen Anlagen vor Ort, und auch das Abwasser wird in einer eigenen Anlage entsorgt.
Zustieg zum Zeppezauerhaus
Talort ist Glanegg (500 m) bei Grödig mit dem Parkplatz Rositten. Von dort führt der leichte Reitsteig in 2,5 Stunden zur Hütte. Gleich lang, aber mittelschwer ist der Dopplersteig. Am schnellsten geht es vom Geiereck (1.800 m), der Bergstation der Untersbergseilbahn: Der Abstieg dauert 10 Minuten.
Zur Toni-Lenz-Hütte (1.450 m) sind es über den Schellenbergersattel 2 Stunden, über den Salzburger Hochthron und den Thomas-Eder-Steig 2,5 Stunden. Der Übergang zum Stöhrhaus (1.895 m) über den Salzburger Hochthron und das Plateau dauert 3,5 Stunden.
Gut zu wissen:
Schon 1872 plante die Sektion Salzburg eine Schutzhütte auf dem Untersberg. Das Untersberghaus entstand 1883 in nur drei Monaten, wurde am 31. Juli 1883 eröffnet und 1899 erweitert. Am 17. Oktober 1912 brannte es durch einen schadhaften Ofen vollständig ab. 1914 folgte ohne Eröffnungsfeier ein größeres Schutzhaus, benannt nach Moritz Zeppezauer, dem Vorsitzenden der Sektion. 1930/1931 wurde der Dachboden ausgebaut. Die Sektion Salzburg stellt den Hüttenbetrieb Ende Oktober 2026 ein.