Schutzhütte in der Ramseider Scharte im Steinernen Meer
Auf 2.177 m, in der Ramseider Scharte zwischen Sommerstein (2.308 m) und Breithorn (2.504 m), liegt das Riemannhaus. Die Schutzhütte der Sektion Ingolstadt des Deutschen Alpenvereins (DAV) gehört zum Steinernen Meer in den österreichischen Berchtesgadener Alpen. Hier kreuzen sich der Nordalpenweg, der Rupertiweg und die Europäischen Fernwanderwege E4 alpin und E10.
Von der Hütte aus sind der Sommerstein, das Breithorn und die Schönfeldspitze (2.653 m) als Tourenziele erreichbar.
Übernachten auf dem Riemannhaus
Die Hütte hat 81 Schlafplätze. In den Sommermonaten ist sie bewirtschaftet und gibt warme Mahlzeiten und Getränke aus. Ein Winterraum ist ganzjährig nutzbar.
Zustieg zum Riemannhaus
Vom Parkplatz Sandten bei Maria Alm (1.100 m) sind es 2,5 bis 3 Stunden zur Hütte. Der Anstieg ist gleichmäßig und verläuft durch Almgelände und über felsige Steige zur Ramseider Scharte. Weitere Zustiege beginnen in Saalfelden und führen durch das Kaltenbachtal herauf, oder sie starten in Sankt Bartholomä am Königssee und führen über das Kärlingerhaus.
Zum Ingolstädter Haus (2.120 m) und zum Kärlingerhaus (1.635 m) dauert der Übergang je 3,5 Stunden, zur Wasseralm (1.420 m) 6 bis 7 Stunden. Über das Breithorn sind es 3,5 bis 4,5 Stunden zur Peter-Wiechenthaler-Hütte (1.707 m). Dieser Übergang und der Weg zum Franz-Eduard-Matras-Haus (2.941 m) in 10 bis 12 Stunden haben Stellen im Grad UIAA I bis II und sind teilweise gesichert. Zum Matras-Haus sind Grödel und Pickel erforderlich.
Gut zu wissen:
Benannt ist das Riemannhaus nach Rudolf Ehrenfried Riemann, der die Hütte 1885 errichten ließ. Als Vorsitzender der Sektion Zell am See von 1872 bis 1880 hatte er 500 Gulden für den Bau des Ramseidersteigs gespendet. Eröffnet wurde die Hütte am 29. August 1885. Riemann starb am 24. September desselben Jahres.