Grenzhütte am Pass zwischen Kleinwalsertal und Rappenalptal
Zwischen Hammerspitze und Schafalpenköpfen in den Allgäuer Alpen liegt auf 2.070 m die Fiderepass-Hütte der Sektion Oberstdorf des Deutschen Alpenvereins (DAV). Der Pass verbindet das Kleinwalsertal mit dem Rappenalptal. Genau hier verläuft die deutsch-österreichische Grenze direkt über die Terrasse der Schutzhütte, die oft auch Fiderepasshütte geschrieben wird.
Vor dem „Mindelheimer Klettersteig“ und auf der „Steinbocktour“ durch die Allgäuer Alpen übernachten wir hier. Auf die Oberstdorfer Hammerspitze (2.260 m) ist es 1 Stunde, auf die Walser Hammerspitze (2.170 m) 1½ Stunden und auf die Schafalpenköpfe (2.320 m) 2 bis 3 Stunden.
Übernachten auf der Fiderepass-Hütte
Die Hütte hat 120 Schlafplätze, 36 davon kamen 2013 dazu. Seit 2008 gehört eine Panoramastube zur Hütte. In der Bergstation der Materialseilbahn liegt der Winterraum für Selbstversorger. Gebucht wird er über Hütten Holiday. Geöffnet wird er mit einem Zugangscode. Der Alpenvereinsschlüssel funktioniert dort nicht mehr.
Zustieg zur Fiderepass-Hütte
Von Mittelberg (1.218 m) sind es 3 Stunden zur Hütte. Ab Faistenoy, an der Talstation der Fellhornbahn, führt der Weg durch das Warmatsgundtal in 3½ Stunden hinauf. Von Riezlern bringt die Kanzelwandbahn zur Bergstation (1.985 m). Über Roßgundalpe, Walser Hammerspitze und Kühgundalpe sind es von dort 2½ Stunden, über den Gipfel der Kanzelwand (2.059 m) 3 Stunden. Ab der Bergstation der Söllereckbahn (1.400 m) bei Oberstdorf dauert der Höhenweg 5½ Stunden.
Zur Mindelheimer Hütte geht es über den Krumbacher Höhenweg in 3 Stunden oder über den Mindelheimer Klettersteig in 3 bis 5 Stunden. Der Übergang zum Holzgauer Haus dauert 5 Stunden, zur Rappenseehütte 7 Stunden.
Gut zu wissen:
Biwakieren auf dem Pass brachte den Bergführer Anderl Heckmair 1935 auf die Idee zu einer Hütte. 1938 baute die Ordensburg Sonthofen hier eine kleine Hütte mit zwei Räumen, benannt nach Hermann Schertel. Seit 1947 gehört sie der Sektion Oberstdorf. Mit der Erweiterung von 1972 bis 1974 entstand die heutige Hütte. Statt Maultieren versorgt sie seit 1956 eine Materialseilbahn, die 1986 neu gebaut wurde. Nachdem die Kläranlage von 1992 nach dem ersten Winter außer Betrieb ging, führt seit 2002 eine fünf Kilometer lange Abwasserleitung zur Alpe Schlappoldhöfle.