Bergsteigerschule Watzmann
Berghütte

Rifugio Omio

2.100m 🇮🇹
46.249, 9.568 Italien
Betten: 30
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Bagni di Masino

Granithütte der SEM im oberen Valle dell'Oro

Im oberen Valle dell'Oro in den italienischen Bernina-Alpen liegt auf 2.100 m das Rifugio Omio. Betrieben wird die Hütte von der Società Escursionisti Milanesi (SEM), einer Sektion des Club Alpino Italiano (CAI). Rund um das Tal stehen die Pizzi dell'Oro, die Punta della Sfinge, die Punta Milano und der Pizzo Ligoncio (3.033 m).

Hochtouren- und Kletterschulen nutzen das Valle dell'Oro häufig. Durch die günstige Exposition des Tals sind die Wände meist schon ab Anfang Juni schneefrei. An den umliegenden Gipfeln gibt es Felskletterrouten aller Schwierigkeitsgrade.

Übernachten auf dem Rifugio Omio

Das Rifugio Omio hat 30 Schlafplätze, ein Gemeinschaftsbad und eine heiße Dusche. In der Regel ist die Hütte von Juni bis September bewirtschaftet. Hinter der Hütte steht der Winterraum mit 9 Plätzen. Er ist Silvio Saglio gewidmet und ganzjährig offen.

Zustieg zum Rifugio Omio

Von Bagni di Masino (1.172 m) sind es 2 Stunden 15 Minuten zur Hütte. Der rot-weiß markierte Weg führt am Thermalkomplex vorbei und hat die Schwierigkeit E (Escursionistico).

An der Hütte beginnt der Sentiero Risari. Über ihn und den Passo del Barbacan sud-est (Weg A1) dauert der Übergang zum Rifugio Gianetti (2.534 m) 3 Stunden. Zum Rifugio Luigi Brasca (1.304 m) sind es 3½ bis 4 Stunden, entweder über den Passo Ligoncio (A9) oder über den Passo dell'Oro (A11). Auf dem Weg A9 durch das Val Spassato liegt das Bivacco Valli (1.870 m).

Aus dem Val Codera führt der Sentiero Roma bis kurz vor den Passo del Barbacan. Dort zweigt der Weg A11 ab und erreicht über den Passo dell'Oro das Valle dell'Oro.

Gut zu wissen:

1937 baute die SEM die Hütte nach Plänen von Ambrogio Risari. Benannt ist sie nach Antonio Omio, der im September 1935 beim Abstieg von der Punta Rasica (3.305 m) erfror, als ihn und fünf weitere Bergsteiger Schlechtwetter überraschte. Im Herbst 1944 setzten deutsche und faschistische Truppen die Hütte in Brand, weil sie der Resistenza als Stützpunkt gedient hatte. Wiederaufgebaut wurde sie 1946 und 1948, renoviert 1970 und 1997/1998.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Sattel 2.958 m

Diavolezza

Die Diavolezza ist ein hochalpines Joch auf 2.958 m in den Bernina-Alpen. Das Skigebiet liegt strategisch zwischen Piz Bernina und Piz Palü. Eine Seilbahn erschließt das Gelände ganzjährig vom Berninapass.

Gletscher

Morteratschgletscher

Der Morteratschgletscher in der Berninagruppe ist mit 6,2 km Länge der drittlängste Gletscher der Ostalpen. Zusammen mit dem Persgletscher bildet er mit 1,2 Kubikkilometern das volumenstärkste Gletschersystem der Ostalpen. Ein Gletscherlehrpfad mit 20 Stationen dokumentiert den Gletscherrückgang von 2,5 km seit 1878.

Gipfel 4.048 m

Piz Bernina

Der Piz Bernina (4.049 m) erhebt sich als höchste Erhebung der Ostalpen und einziger Viertausender östlich des Gotthardpasses im Grenzbereich zwischen der Schweiz und Italien. Der Gipfel trennt die Gletscher Tschierva und Morteratsch und gilt als einer der bedeutendsten Hochgipfel der Alpen. Erstbesteigung erfolgte 1850 durch Johann Wilhelm Coaz über den heute unüblichen Ostgrat.

Gipfel 3.751 m

Piz Morteratsch

Der Piz Morteratsch (3.751 m) liegt zentral in der Berninagruppe und gilt als einfachster der Bündner Eisriesen. Der vergletscherte Normalweg führt über die Tschiervahütte und den Nordrücken zum Gipfel. Vom Gipfel eröffnet sich der klassische Blick auf den Biancograt des Piz Bernina.

Dorf 212 m

Novate Mezzola

Novate Mezzola (212 m) liegt am Ufer des Mezzolasees in der lombardischen Provinz Sondrio. Der Ort dient als Ausgangspunkt für den berühmten Sentiero Roma und weitere alpine Wanderwege der Bernina-Alpen. Die autofreie Val Codera mit ihren Schutzhütten ist nur zu Fuß oder per Helikopter erreichbar.

Sattel 2.754 m

Fuorcla Surlej

Die Fuorcla Surlej liegt auf 2.754 m zwischen Oberengadin und Val Roseg in den Bernina-Alpen. Der markierte Wanderweg verbindet Silvaplana mit Pontresina und bietet direkten Blick auf die Berninagruppe. Von der Corvatsch-Mittelstation Murtèl erreicht man den Pass in 45 Minuten.

Sattel 3.430 m

Fuorcla Prievlusa

Die Fuorcla Prievlusa auf 3.430 m bildet den strategischen Einstieg zum berühmten Biancograt am Piz Bernina. Der Pass verbindet das Tschierva-Gletschergebiet mit der legendären Himmelsleiter. Als tiefste Scharte zwischen Piz Bernina und Piz Morteratsch markiert er den Beginn einer der schönsten Felsfirngrate der Alpen.

Dorf

Surlej

Surlej ist ein Ortsteil von Silvaplana am Silvaplanersee zwischen Lej da Champfèr und Lej da Silvaplauna. Der Ort liegt am Fuße des Piz Surlej und des Corvatsch. Seit dem Bau der Corvatschbahn 1963 entwickelte sich Surlej zu einem lebendigen Bergdorf.

Gipfel 3.594 m

Piz Glüschaint

Der Piz Glüschaint erhebt sich auf 3.594 m an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien in den Bernina-Alpen. Der Gipfel liegt zwischen dem Val Roseg und dem Val Malenco. An seiner Nordseite erstreckt sich der Roseggletscher.

Gletscher

Tschiervagletscher

Der Tschiervagletscher erstreckt sich über 5,63 km² zwischen Piz Bernina und Piz Roseg. Der zweigeteilte Gletscher fließt nordwestwärts ins Val Roseg. Ausgangspunkt für Hochtouren am Biancograt und Piz Palü.

Gletscher

Vadret Pers

Der Persgletscher erstreckt sich über 4 km in der Berninagruppe und nimmt seinen Ausgang an der Nordflanke des Piz Palü. Bis 2015 war er mit dem Morteratschgletscher verbunden, bevor die Gletscherzungen durch den Rückgang getrennt wurden.

Gipfel 3.511 m

Piz Sella

Der Piz Sella erhebt sich auf 3.511 m an der schweizerisch-italienischen Grenze in den Bernina-Alpen. Der Gipfel liegt zwischen Piz Glüschaint und Piz Roseg südlich des Roseggletschers. Als Skitourenziel ermöglicht er die Überquerung des Scersen Gletschers nach Süden.