Montenegro liegt in Südosteuropa auf der Balkanhalbinsel. Das Land grenzt an Kroatien im Westen, an Bosnien und Herzegowina sowie Serbien im Norden, an Kosovo im Osten und an Albanien im Südosten. Das Land gehört zu den Dinarischen Alpen, einem ausgedehnten Gebirgszug der westlichen Balkanhalbinsel. Die Höhenspanne reicht von der Adriaküste auf Meereshöhe bis zum Zla Kolata im Prokletije-Gebirge mit 2.534 m. Zwischen der nur 1,5 bis 6 km breiten Küstenebene und den schroffen Gipfeln des Hinterlands liegt ein beachtlicher Höhenunterschied auf kurzer Distanz. Auf einer Landesfläche von 13.883 km² wechseln sich mediterrane Küstenstreifen, karstiges Hügelland und alpines Hochgebirge wie der Durmitor mit dem Bobotov Kuk (2.522 m) ab.
Rund 633.000 Menschen leben in Montenegro, einer parlamentarischen Republik mit einer Verfassung aus dem Jahr 2007. Die Hauptstadt Podgorica bildet das politische und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Montenegriner stellen mit 41,1 Prozent die größte Bevölkerungsgruppe, gefolgt von Serben und weiteren Gemeinschaften. Amtssprache ist Montenegrinisch, daneben werden Serbisch, Bosnisch, Albanisch und Kroatisch gesprochen. Die orthodoxe Kirche prägt mit einem Anteil von 71,1 Prozent das religiöse Leben, der Islam folgt mit rund 19 Prozent. Die Bergwelt des Landes erhielt 1952 mit den Nationalparks Durmitor, Biogradska Gora und Lovćen ihren ersten Schutzstatus. Erst 2018 bestätigten neue Vermessungen den Zla Kolata als höchsten Punkt Montenegros und lösten damit den zuvor geltenden Bobotov Kuk ab.