Griechenland bildet den südlichen Abschluss der Balkanhalbinsel und ist ein Land, in dem Gebirge und Meer fast überall aufeinandertreffen. Tief eingeschnittene Buchten, langgestreckte Halbinseln und Tausende Inseln zerlegen das Land in eine außergewöhnlich vielfältige Landschaft. Selbst auf dem Festland ist das Meer selten weit entfernt. Gleichzeitig gehört Griechenland zu den gebirgigsten Ländern Europas. Das Pindusgebirgedurchzieht den Westen wie ein steinernes Rückgrat und setzt sich mit seinen Gebirgszügen bis zur Peloponnes fort. Im Norden erhebt sich der Olymp, dessen Mytikas mit 2.918 m den höchsten Punkt des Landes bildet. Steile Kalkberge, tiefe Schluchten, ausgedehnte Wälder und karge Hochflächen prägen das Landesinnere und bilden einen starken Gegensatz zu den trockenen Küsten und Inseln der Ägäis.
Griechenland ist seit 1975 eine parlamentarische Republik mit Athen als Hauptstadt. Rund zehn Millionen Menschen leben im Land, ein großer Teil davon im Ballungsraum der Hauptstadt. Die Amtssprache ist Griechisch, die griechisch-orthodoxe Kirche prägt Kultur, Traditionen und Feiertage bis heute. Berge besitzen dabei eine besondere kulturelle Bedeutung. Der Olymp galt in der Antike als Sitz der Götter und ist bis heute weit mehr als nur der höchste Berg des Landes. Noch unmittelbarer verschmelzen Landschaft und Religion bei den Meteora-Klöstern. Ab dem 11. Jahrhundert ließen sich Einsiedler zwischen den nahezu unzugänglichen Felstürmen nieder. Später entstanden auf deren Gipfeln Klöster, die wie Festungen über der Ebene Thessaliens schweben. Einst wurden Menschen und Material mit Netzen und Seilzügen an den senkrechten Felsen hinaufgezogen.