Chile erstreckt sich über mehr als 4.300 Kilometer entlang der Pazifikküste Südamerikas und zählt zu den längsten Ländern der Erde. Zwischen dem Pazifik im Westen und den Anden im Osten ist das Land an seiner breitesten Stelle nur rund 350 Kilometer breit. Diese außergewöhnliche Geografie vereint Wüsten, Vulkane, Gletscher, Fjorde und Regenwälder auf engstem Raum. Die Anden prägen das gesamte Land und bilden eine der längsten Gebirgsketten der Erde. Mit dem Nevado Ojos del Salado (6.891 m) erhebt sich an der Grenze zu Argentinien nicht nur der höchste Berg Chiles, sondern zugleich der höchste Vulkan unseres Planeten. Im Süden gehen die Anden in die zerklüftete Fjordlandschaft Patagoniens über, während im Norden die Atacama – die trockenste Wüste der Erde – den Übergang zu den gewaltigen Vulkanen der Hochanden bildet.
Chile zählt rund 20 Millionen Einwohner und ist eine präsidiale Republik mit der Hauptstadt Santiago de Chile. Amtssprache ist Spanisch. Neben der überwiegend europäischen und mestizischen Bevölkerung bewahren die Mapuche als größtes indigenes Volk bis heute ihre eigene Kultur und Sprache. Der katholische Glaube prägt das Land bis heute, daneben haben evangelische Kirchen in den vergangenen Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen. Bereits für die Inka waren die Gipfel und Vulkane der Hochanden heilige Orte. Heute zählen die Atacama-Wüste und die gewaltigen Vulkane Nordchiles, allen voran der Nevado Ojos del Salado, zu den bedeutendsten Zielen für Bergsteiger und Höhenbergsteiger in Südamerika.