1954 wurde das erste unterseeische Telefonkabel des Mittelmeers zwischen Pozzallo und Malta verlegt. Das 54 Seemeilen lange Kabel ermöglichte 36 gleichzeitige Gespräche und ersetzte die bisherigen Telegrafenverbindungen.
Pozzallo
Pozzallo ist eine italienische Gemeinde mit 18.971 Einwohnern an der Mittelmeerküste Siziliens. Die Stadt verfügt über den wichtigsten Hafen der Provinz Ragusa und die historische Torre Cabrera aus dem 15. Jahrhundert. Dank ihrer strategischen Lage dient sie als Ausgangspunkt für Klettertouren in den sizilianischen Gebirgsgruppen.
Hafenstadt im Südosten Siziliens
Die Hafenstadt liegt etwa 35 km südlich von Ragusa an der südöstlichsten Küste Siziliens und grenzt an die Gemeinden Modica und Ispica. Als einzige Gemeinde der Provinz Ragusa mit direktem Mittelmeerzugang besitzt Pozzallo eine kompakte Fläche mit hoher Bevölkerungsdichte.
Die Torre Cabrera prägt das Stadtbild seit dem 15. Jahrhundert. Der Turm wurde 1429 von Bernardo Giovanni Cabrera zum Schutz vor Piratenangriffen errichtet und verfügte über zwei Meter dicke Außenmauern sowie Geschützstellungen verschiedener Kaliber. Nach dem Erdbeben von 1693 wurde die Struktur mit einer gezinnten Meeresplattform und Strebepfeilern verstärkt. Heute ist der Turm Nationaldenkmal und Wahrzeichen der Stadt.
Pozzallo erhielt 1829 durch Dekret König Franz I. der Beiden Sizilien die Gemeindeautonomie nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen mit der Mutterstadt Modica. Die strategische Hafenlage machte die Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum für Getreide und Johannisbrot. Der moderne Hafen wurde 1992 fertiggestellt und unterhält heute Fährverbindungen nach Malta.
Gut zu wissen:
Bekannte Ziele auf Sizilien
Palermo
Palermo ist Siziliens Hauptstadt und wichtigster Flughafen für Kletterreisen zur Nordwestküste. Die Stadt dient als Anreisepunkt für die Kalksteinwände von San Vito lo Capo. Von hier führt eine kurze Fahrt zu den berühmten Kletterfelsen am Capo San Vito.
Erice
Erice thront auf dem 751 m hohen Monte Erice im Westen Siziliens. Die mittelalterliche Stadt entstand über der antiken elymischen Siedlung Eryx. Der Ort ist per Seilbahn erreichbar und bietet weite Blicke über die sizilianische Küste.
San-Cataldo-Kirche
Die San-Cataldo-Kirche ist ein normannisches Gotteshaus aus dem 12. Jahrhundert in Palermo. Das von Maione da Bari um 1160 errichtete Bauwerk zeigt die charakteristische Verschmelzung orientalischer und westlicher Stilelemente. Drei Kuppeln prägen die schlichte Architektur der Kirche.
Torre del Bosco
Die Torre del Bosco liegt auf 962 m im Naturreservat Bosco della Ficuzza bei Palermo. Der Aussichtspunkt thront in Siziliens größtem Waldgebiet zwischen mediterraner Macchia und Eichenwäldern. Das Schutzgebiet erstreckt sich über 7.398 ha und wird von der Rocca Busambra überragt.
Rocca di Cefalù
Die Rocca di Cefalù erhebt sich 268 m hoch direkt über der historischen Stadt Cefalù an Siziliens Nordküste. Der markante Kalksteinfelsen trägt die Ruinen einer mittelalterlichen Burg aus dem 13. Jahrhundert. Ein befestigter Sentiero führt durch die mittelalterliche Ringmauer zum Gipfel.
Agrigent
Agrigent liegt an der Südküste Siziliens und beherbergt die berühmte Valle dei Templi mit ihren dorischen Tempeln aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Die antike Stadt Akragas war eine der bedeutendsten griechischen Kolonien im Mittelmeer.
Syrakus
Syrakus ist eine italienische Küstenstadt mit 115.515 Einwohnern im Südosten Siziliens. Die antike Metropolis war einst mächtiger als Athen und Geburtsort des Mathematikers Archimedes. Das historische Zentrum auf der Insel Ortigia ist seit 2005 UNESCO-Weltkulturerbe.
Catania
Catania ist die zweitgrößte Stadt Siziliens am Fuße des Ätna. Das historische Zentrum mit seinem UNESCO-Welterbe-Barock bildet das ideale Basecamp für Touren zum aktiven Vulkan.
Chiesa del Gesù (Casa Professa)
Die Chiesa del Gesù, auch Casa Professa genannt, gilt als eine der bedeutendsten Barockkirchen Palermos und ganz Siziliens. Zwischen 1564 und 1636 von den Jesuiten errichtet, beeindruckt sie mit ihrer reichen Marmordekoration im Inneren. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde sie bis 1956 vollständig restauriert.
Taormina
Taormina thront auf 206 m Höhe am Monte Tauro zwischen den Peloritanischen Bergen und dem Ionischen Meer. Die historische Stadt bietet spektakuläre Blicke auf den Ätna und gilt als strategischer Ausgangspunkt für Siziliens alpine Unternehmungen.
Montagna Longa
Die Montagna Longa erhebt sich auf 975 m über der sizilianischen Nordwestküste nahe Carini. Der Gipfel trägt ein Gedenkkreuz für die 115 Opfer des Flugzeugunglücks von 1972. Vom Waldgebiet Santa Venera führt ein 6 km langer Wanderweg zur Spitze.
Castello della Zisa
Der Palazzo della Zisa ist ein normannischer Palast aus dem 12. Jahrhundert in Palermo. Das UNESCO-Welterbe vereint normannische Architektur mit arabischen Ingenieurskunst. Die berühmte Sala della Fontana mit ihrer Wasseranlage diente der natürlichen Kühlung.
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