Der Nationalpark entstand aus dem ehemaligen königlichen Jagdrevier des Hauses Savoyen und war ursprünglich dem Schutz des Steinbocks gewidmet.
Nationalpark Gran Paradiso
Der Nationalpark Gran Paradiso ist der älteste Nationalpark Italiens und wurde 1922 gegründet. Das Schutzgebiet erstreckt sich über 71.044 Hektar rund um das Gran Paradiso-Massiv in Piemont und dem Aostatal. Der Park grenzt an den französischen Nationalpark Vanoise.
Ältester Nationalpark Italiens
Das Schutzgebiet liegt im Grenzgebiet zwischen Italien und Frankreich und umfasst überwiegend hochalpines Gelände. Die Landschaft prägt das namensgebende Gran Paradiso-Massiv mit seinen vergletscherten Gipfeln und ausgedehnten Almregionen.
Der Park dient als Ausgangspunkt für anspruchsvolle Hochtouren und bietet Zugang zu klassischen Viertausendern der Region. Das Rifugio Vittorio Sella auf 2.585 m fungiert als wichtiger Stützpunkt für Bergsteiger. Die Schutzgebietsgrenze zum französischen Vanoise-Nationalpark ermöglicht grenzüberschreitende alpine Unternehmungen.
Gut zu wissen:
Bekannte Ziele in der Rutor-Gruppe
Colle di Percià
Der Colle di Percià liegt auf 3.152 m in der Rutor-Gruppe an der italienisch-französischen Grenze. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang bei Skidurchquerungen zwischen Mont Blanc und Gran Paradiso. Das abwechslungsreiche Gelände bietet ideale Bedingungen für anspruchsvolle Skitouren.
Becca La Traversière
Die Becca La Traversière erhebt sich als 3.337 m hoher Grenzgipfel zwischen Italien und Frankreich in der Rutor-Gruppe. Der pyramidenförmige Berg bildet den Knotenpunkt dreier Täler: Valgrisenche, Val di Rhêmes und Tarentaise. Zwei Gletscher umgeben die Flanken des markanten Dreitausenders.
Tour Ronde
Die Tour Ronde erhebt sich auf 2.583 m im Mont-Blanc-Massiv an der italienisch-französischen Grenze. Der Gipfel wird über den technischen Südostgrat in Blockkleterei II erreicht. Eine Madonna-Kapelle markiert den Gipfelbereich mit Ausblick auf den Peuterey-Grat.
Colle San Carlo
Der Colle San Carlo liegt auf 1.951 m in den Grajischen Alpen nahe der französisch-italienischen Grenze. Der Pass verbindet das Aostatal mit der Region um La Thuile und gilt als eine der härtesten Radsportanstiege im Alpenraum.
Lago d'Arpy
Der Lago d'Arpy liegt auf 2.066 m im Vallone d'Arpy zwischen Mont Charvet und Becca Pouegnenta. Der Gletschersee entstand durch die Erosion eines eiszeitlichen Gletschers. Vom Colle San Carlo führt ein 45-minütiger Zustieg zum See.
Colle del Nivolet
Der Colle del Nivolet liegt auf 2.612 m zwischen dem Piemont und dem Aostatal in den Grajischen Alpen. Der Pass bildet die Wasserscheide zwischen dem Orco-Tal und dem Valsavarenche innerhalb des Gran-Paradiso-Nationalparks. Eine Asphaltstraße führt von Ceresole Reale durch eine hochalpine Landschaft mit Bergseen zum Pass.
Laghi del Nivolet
Die Laghi del Nivolet liegen auf 2.526 m am gleichnamigen Pass in den Grajischen Alpen. Die Seengruppe befindet sich im Nationalpark Gran Paradiso an der Grenze zwischen Valle dell'Orco und Valsavarenche. Der Pass ist nur von Süden über eine Bergstraße erreichbar.
La Thuile
La Thuile liegt im gleichnamigen Seitental des Aostatals an der Grenze zu Frankreich. Der Ort ist über den Kleinen Sankt Bernhard mit dem französischen La Rosière verbunden. Das Skigebiet Espace San Bernardo umfasst 160 km Pisten.
Derby
Derby ist eine Fraktion der Gemeinde La Salle im Aostatal. Der Ort beherbergt eine romanische Kirche aus dem 10. Jahrhundert und mehrere mittelalterliche Burgruinen. Eine neolithische Grabstätte zeugt von der jahrtausendealten Besiedlung.
Granta Parey
Die Granta Parey erhebt sich auf 3.387 m in den Grajischen Alpen nahe der französischen Grenze. Der aus hellem Kalkstein aufgebaute Gipfel gilt als Wahrzeichen der Val di Rhêmes. Die Erstbesteigung erfolgte 1863 über den Nordwestgrat.
Lago Serrù
Der Lago Serrù liegt auf 2.278 m im Piemont unweit des Colle del Nivolet. Der künstliche Stausee befindet sich im Nationalpark Gran Paradiso. Ausgangspunkt für Hochtouren auf Grande Aiguille Rousse und weitere Dreitausender.
Brévières
Brévières liegt auf 1.550 m als tiefster Punkt des Skigebiets Tignes in den französischen Alpen. Das traditionelle Bergdorf bildet den Ausgangspunkt für das weitläufige Espace Killy-Skigebiet. Eine Gondelbahn verbindet den Ort mit den höher gelegenen Teilen von Tignes.
Skitouren in der Rutor-Gruppe
Berghütten in der Rutor-Gruppe
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